Frankfurt/Main

Laubhütte aus Lego

Ein kleiner Anfang: Aus solchen Steinen soll eine Laubhütte entstehen. Foto: Thinkstock

Um 40.000 Lego-Steine zu transportieren, braucht man einen Lkw. Am vergangenen Sonntag wurden sie – in Kisten verpackt – vom Deutschen Architekturmuseum ins Jüdische Museum an den Untermainkai in Frankfurt gebracht. Dort harren sie nun ihrer Bauherren. Denn Nurith Schönfeld, Religionslehrerin an der I. E. Lichtigfeld-Schule, hat sich mit ihren Siebtklässlern etwas Besonderes ausgedacht: In diesem Jahr wollen sie eine Sukka aus Lego-Steinen bauen. Entstehen soll sie im Foyer des Museums. Das Team dort sei »sofort von der Idee begeistert gewesen«, sagt Schönfeld und lobt die beiden Museen, welche die Idee »nach Kräften unterstützen«.

Planung Weil die Sukka nicht im Freien stehen wird, ist sie auch nicht koscher – denn die Sterne wird man durch ihr Dach nicht erblicken können. Ansonsten wollen sich die beteiligten Lehrkräfte, neben Schönfeld sind das Mark Krasnov, Moishe Mendelson und Klaus Teichler, aber an die Regeln und Maße halten.

Der Kubus aus blauen, weißen, roten und gelben Steinen soll drei Wände mit Fenstern haben und in Höhe, Breite und Tiefe jeweils einen Meter messen. »Als Dach werden wir Bambusstäbe verwenden, zur Dekoration falschen Wein und Girlanden«, plant Schönfeld. Für die Wände sollen sich die 32 Siebtklässler Symbole oder Muster ausdenken, die es einzuarbeiten gilt. »Wir werden dann Projektleiter bestimmen, damit die Wände auch zusammengefügt werden können. Das ganze Projekt erfordert große Teamarbeit«, weiß die Lehrerin.

Praxis Sie ist »sehr froh«, dass sie diese Idee umsetzen kann. Denn schließlich seien die »Halachot«, die jüdischen Religionsgesetze, gerade Thema in der Schule. »So können wir eine Halacha erfüllen, indem wir eine Sukka bauen und haben nicht nur die Theorie«, sagt die Lehrerin zufrieden.

Ein besonderes Projekt anlässlich der Hohen Feiertage stand auch auf dem Stundenplan der Fünftklässler: Sie hatten während ihrer Klassenfahrt aus Israel importierte Hörner bearbeitet, sodass aus diesen Schofars entstanden waren. »Zum Glück«, sagt Schönfeld lachend, »haben sie diese in Bad Sobernheim und nicht in der Schule ausprobiert.« Denn sie hätten prima funktioniert.

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