Kompakt

Kulturtage, Torarolle, Vorsitz

Blick in die Synagoge Wuppertal Foto: Daniel Grunfeld

Wuppertal

Allein in Wuppertal werden im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Rhein-Ruhr in diesem Jahr 15 Veranstaltungen stattfinden. Das Angebot reicht von Führungen, Lesungen und einer Theateraufführung bis zur koscheren Weinprobe, bei der die Besucher erfahren, was die Kriterien für eine Koscher-Zertifizierung sind und welche Geschichte der Wein im Nahen Osten hat. Mit 15 Veranstaltungen sei der Anteil am Gesamtprogramm höher als der in größeren Städten, sagte Leonid Goldberg, Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal, der »Bergischen Morgenpost«. Am 4. April führt er ab 19 Uhr durch die Synagoge. Am Sonntag, 31. März, findet ab 15 Uhr eine Bustour mit Michael Okroy zur Bauhaus-Architektur statt. Am selben Tag, um 18 Uhr, lesen Mitglieder des Schauspielensembles im Theater am Engelsgarten aus dem Buch Aus der Zeit fallen von David Grossman.  ja

Recklinghausen

Die Jüdische Kultusgemeinde Recklinghausen darf sich auf eine Sefer Tora freuen. »Die neue Torarolle entsteht zurzeit in Israel, sie wird eigens für uns geschrieben«, zitiert die »Westdeutsche Allgemeine« den Vorsitzenden der Gemeinde, Mark Gutkin. Am 24. Mai 2020 solle sie laut Zeitungsbericht feierlich eingebracht werden. Die Neuanschaffung werde 26.000 Euro kosten und sei die erste neue Torarolle seit dem Zweiten Weltkrieg. Bisher habe man drei gebrauchte Exemplare. Man hoffe auf Spenden unter anderem von den Konzertbesuchern der Reihe »Treffpunkt Synagoge«. Am 24. September feiert die Gemeinde ihr 190-jähriges Bestehen.  ja

Oldenburg

Neue Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg ist die Ärztin Elisabeth Schlesinger. Bereits im Januar hatte die Gemeinde Neuwahlen durchgeführt. Jehuda Wältermann, der nach dem Tod der langjährigen Vorsitzenden Sara-Ruth Schumann (2014) die Geschicke der Gemeinde leitete, hatte nicht erneut kandidiert. Zu Schlesingers Stellvertreter wurde der bisherige Beisitzer Ernst Sittig gewählt. Er bringe aus den Niederlanden und Belgien Vorstands-erfahrung aus jüdischen Gemeinden mit, sagte Schlesinger. »Ich hoffe sehr, dass es uns vergönnt sein wird, diese Amtszeit als gut funktionierendes Team gemeinsam zum Wohle der Gemeinde zu führen«, erklärte sie. Wesentlicher Bestandteil sei dabei auch Rabbinerin Alina Treiger, die seit acht Jahren in Oldenburg amtiert. Beisitzer sind Bodo Riethmüller, Stanislav Babachanov, und neu im Vorstand ist Gennadij Londa.  ja

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Memoiren

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