Porträt

Krefeld – Die Gemeinde am Niederrhein

Foto: Bastian Königs

Der erste Rabbiner Löb Carlburg trat am 26. Mai 1809 die Stelle in Krefeld an. Sein Nachfolger Rabbiner Lio Nullmann war ein ausgewiesener Experte für orientalische Sprachen. Er übersetzte als Erster den Koran vollständig ins Deutsche. Alle weiteren Rabbiner sahen sich vor allem vor ein Problem gestellt: Viele, vor allem junge Krefelder Juden, zog es in die großen Städte, auch, weil es bereits in den 20er-Jahren zu antisemitischen Pogromen kam.

Als 1938 die Synagoge in Brand gesteckt wurde, lebten nur noch knapp 750 Juden in Krefeld. Es sollte 70 Jahre dauern, bis die jüdische Gemeinde wieder einen Rabbiner hatte.

Die knapp 1000 Gemeindemitglieder können seither Bibliothek, Jobbörse, Seniorentreff und Integrationsbüro nutzen, außerdem gibt es einen Chor und eine Theatergruppe. Es finden regelmäßig Jüdische Kulturtage statt.

Ausstellung

Neue Heimat

»¿¡Angekommen!?« widmet sich zugewanderten jüdischen Künstlern

von Gerhard Haase-Hindenberg  14.11.2019

Dresden

Gedenken an Pogromnacht

Nora Goldenbogen appelliert, Erinnerung an die Gräueltaten der Nationalsozialisten mahnend wachzuhalten

 10.11.2019

Konstanz

Neue Synagoge eingeweiht

Zentralratsvizepräsident Lehrer: »Zeichen für jüdische Zukunft«

 10.11.2019

Porträt der Woche

»Ich bin der Letzte«

Max Schwab ist Gemeindeältester in Halle und erlebte die Pogromnacht 1938

von Tobias Kühn  10.11.2019

Saarbrücken

Gegen alle Widerstände

Jahrelang kämpfte die Gemeinde für ein angemessenes Schoa-Mahnmal

von Lisa Huth  10.11.2019

Halle

Jüdische Gemeinde wünscht sich Ruhe

Vorsitzender Max Privorozki: »Können kein normales Gemeindeleben mehr führen«

 09.11.2019