Porträt

Krefeld – Die Gemeinde am Niederrhein

Foto: Bastian Königs

Der erste Rabbiner Löb Carlburg trat am 26. Mai 1809 die Stelle in Krefeld an. Sein Nachfolger Rabbiner Lio Nullmann war ein ausgewiesener Experte für orientalische Sprachen. Er übersetzte als Erster den Koran vollständig ins Deutsche. Alle weiteren Rabbiner sahen sich vor allem vor ein Problem gestellt: Viele, vor allem junge Krefelder Juden, zog es in die großen Städte, auch, weil es bereits in den 20er‐Jahren zu antisemitischen Pogromen kam.

Als 1938 die Synagoge in Brand gesteckt wurde, lebten nur noch knapp 750 Juden in Krefeld. Es sollte 70 Jahre dauern, bis die jüdische Gemeinde wieder einen Rabbiner hatte.

Die knapp 1000 Gemeindemitglieder können seither Bibliothek, Jobbörse, Seniorentreff und Integrationsbüro nutzen, außerdem gibt es einen Chor und eine Theatergruppe. Es finden regelmäßig Jüdische Kulturtage statt.

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