Porträt

Kiel – Alles in einem

Hoher Besuch: Schleswig-Holtsteins Kultusministerin Karin Prien (2.v.l.) und Antisemitismusbeauftragter Peter Harry Carstensen (2.v.r.). Foto: Gregor Fischer

Die Synagoge in Kiel ist ein Haus des Gebets, der Begegnung, der Aufklärung und des Dialogs zwischen Menschen verschiedenster Herkunft und Religion. »Bei uns in Kiel ist alles in einem«, wie die Gemeindevorsitzende Inna Shames sagt. »Wir sind ein Bildungszentrum, ein Kulturzentrum und ein Integrationszentrum«.

Seit etwa drei Jahren befindet sich die Gemeinde in ihrem neuen Domizil in der Waitzstraße. Der Mietvertrag für die bisherigen Räumlichkeiten der jüdischen Gemeinde in der Jahnstraße war zum Jahresbeginn 2019 ausgelaufen. Zudem war die Gemeinde auf der Suche nach einem geräumigeren Objekt mit mehr Nutzungsmöglichkeiten.

Die Kieler Gemeinde besteht aus 394 Mitgliedern und wird neben Inna Shames von Alexander Friedmann und Walter Joshua Pannbacker geleitet. Einen Gottesdienst findet jeden ersten und dritten Schabbat im Monat sowie an allen jüdischen Feiertagen statt.

Das umfangreiche pädagogische, kulturelle, soziale und integrative Angebot umfasst Kinder- und Jugendtheater, Ballett, israelische Volkstänze, musikalische Früherziehung, Gesangsunterricht, Literatur- und Studienkreise, Selbsthilfegruppen, gemeinsame Reisen und Ausflüge, Hilfe für Flüchtlinge und Menschen mit und ohne Migrationshintergrund und vieles mehr. Die Veranstaltungen sind offen für jüdische und nichtjüdische Kinder, Jugendliche und Erwachsene vom Kindergarten- bis ins Rentenalter.

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