Berlin

Baustellenbegehung mit Altbundespräsident

Rabbiner Yehuda Teichtal und Altbundespräsident Christian Wullf auf der Baustelle des Jüdischen Campus Foto: Rolf Walter

Prominenter Gast auf der Baustelle des Pears Jüdischer Campus an der Westfälischen Straße: Bundespräsident a.D. Christian Wulff (CDU) informierte sich am Donnerstag vor Ort über das Projekt. Rabbiner Yehuda Teichtal führte ihn über den Platz und zeigte anhand von Plänen und einer Infomappe, wie der Campus einmal aussehen soll. »Ich bin total beeindruckt«, sagte Christian Wulff nach seinem Besuch. »Was Sie hier bauen und wie Sie es konzipieren, ist faszinierend.«

Begegnungsstätte Es soll drei thematische Schwerpunkte geben: Kultur, Bildung und Sport, erläuterte Teichtal. Außerdem soll der Campus als religionsübergreifende und interkulturelle Begegnungsstätte allen Berlinern offenstehen. Er sei zudem ein deutliches Zeichen, dass »wir bleiben wollen«, erklärte der Rabbiner. Denn: »Wir sind als Juden bewusst nach Berlin gekommen.« Nun möchte er auch die Zukunft der nächsten Generation sichern.

»Wir sind als Juden bewusst nach Berlin gekommen.«Rabbiner Yehuda Teichtal

»Unsere Elterngeneration musste unser Land aufbauen, meine Generation die Wiedervereinigung stemmen und die jetzige muss den Zusammenhalt der Menschen sichern«, sagte Christian Wulff. Der Bau und das Konzept des Jüdischen Bildungscampus würden in die Zeit passen, lobte er. Mit Sorge indes beobachte er die wachsenden antisemitischen Tendenzen in der Gesellschaft. »Ich habe Sorge, dass unsere Anstrengungen nicht ausreichen.«

Torarolle Nach der Baustellenbesichtigung gingen Wulff und Teichtal gemeinsam in das wenige Meter entfernte Jüdische Bildungszentrum, wo sich der ehemalige Bundespräsident die Synagoge und die Torarollen anschaute und mit Schülern der Jüdischen Traditionsschule über jüdisches Leben in Berlin und Deutschland sowie über Antisemitismus und Toleranz sprach.

»Was Sie hier bauen und wie Sie es konzipieren, ist faszinierend.«Christian Wulff

Auf der Baustelle ging die Arbeit unterdessen weiter: Bisher ragen die Stahlträger aus dem Baustellenloch empor, mithilfe eines Krans werden Betonwände eingesetzt. Für Anfang 2021 ist die Eröffnung geplant. Auf dem 7000 Quadratmeter großen Campus ist unter anderem eine Kita, eine Grundschule, ein Gymnasium, eine Sporthalle und eine Bibliothek geplant. Die Kosten sollen sich auf rund 18 Millionen Euro belaufen.

Pessach

Post aus Ludwigsfelde

In diesem Jahr verschickt der Zentralrat 1000 Pakete an Schüler und Studenten. Eine Reportage

von Heide Sobotka  18.04.2019

Jubiläum

Ein offenes Haus

Der Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg-Vorpommern wird 25 Jahre alt

von Axel Seitz  18.04.2019

Köln

Die Stadt zu Gast

Betroffenheit über steigenden Antisemitismus überschattet den Jahresempfang der Gemeinde

von Constantin und Ulrike von Hoensbroech  18.04.2019