München

Humor, Zwangsarbeit, Vaterbild

Der Kabarettist Christian Springer Foto: Gregor Wiebe

München

Humor, Zwangsarbeit, Vaterbild

Meldungen aus der IKG

 28.03.2019 11:07 Uhr

Humor

»Alle machen. Keiner tut was!«, stellt Christian Springer derzeit kritisch fest. Der Kabarettist, sonst regelmäßig Gastgeber der BR-schlachthof-Sendung über Politik, Fehltritte und Fallgruben des Alltags, ist am Montag, den 1. April um 19 Uhr selbst zu Gast: und zwar mit einem Solo im Jüdischen Gemeindezentrum am Jakobsplatz. IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch begrüßt den beliebten Künstler. Gute Tradition der Reihe »Humor verbindet« ist das Zwiegespräch des Solisten mit dem Stressexperten Louis Lewitan. Restkarten sind telefonisch erhältlich unter 089/20 24 00 491 in den Preiskategorien 20, 15 oder 10 Euro. ikg

Zwangsarbeit

Am Donnerstag, 28. April, 17 Uhr, lädt das NS-Dokumentationszentrum zu einem offenen Rundgang durch »Das ehemalige Zwangsarbeiterlager Neuaubing« ein. Treffpunkt ist am Erinnerungsort in der Ehrenbürgstraße 9. Die Teilnahme an der Besichtigung des einzig erhaltenen NS-Zwangsarbeiterlagers, das die Reichsbahn 1942 am Rande des Stadtteils Neuaubing errichtet hatte, ist kostenlos. Es wird um Voranmeldung beim NS-Dokumentationszentrum unter der Telefonnummer 089/23 36 70 00 gebeten.  ikg

Vaterbild

Die Schriftstellerin Barbara Honigmann schlägt ein weiteres Kapitel ihrer deutsch-jüdisch-kommunistischen Familiengeschichte, die viele Aspekte des 20. Jahrhunderts widerspiegelt, auf. In ihrem Buch Georg geht es um den aus Frankfurt stammenden Vater, der die Welt zwischen Frankfurt, Paris, London und Ostberlin – nicht immer freiwillig – erkunden musste. Auf Einladung der Literaturhandlung stellt Honigmann ihr Werk am Dienstag, 2. April, 20 Uhr, im Literaturhaus, Salvatorplatz 1, vor. Karten sind erhältlich unter 089/28 00 135 und am Veranstaltungsort.  ikg

Bürgerkrieg

Zur Erinnerung an das Ende des Spanischen Bürgerkriegs vor 80 Jahren gibt es am Mittwoch, 3. April, 19 Uhr, im Besucherzentrum der KZ-Gedenkstätte Dachau, Pater-Roth-Straße 2a, einen Vortrag über »Spanische Häftlinge im KZ Dachau«. Es referiert Johannes Meerwald über Deportation, Lagerhaft und die Folgen. Juan Pedro Rodriguez Hernandez berichtet über seinen Großonkel Isidro Sánchez Sánchez. Grußworte sprechen der spanische Generalkonsul Francisco Pascual de la Parte und die stellvertretende Leiterin der Gedenkstätte, Andrea Riedle. Der Eintritt ist frei. Es wird simultan ins Deutsche und Spanische übersetzt.  ikg

7. Oktober

»Wir erinnern nicht schweigend«

Melody Sucharewitz über ihren Kampf gegen das Vergessen des 7. Oktober bei der Gedenkveranstaltung auf dem Bebelplatz in Berlin. Ihre Rede im Wortlaut

von Melody Sucharewicz  08.10.2026

Frankfurt

Jüdische Gemeinde Frankfurt erhöht Druck auf Hessischen Rundfunk

Im Streit um das in der NS-Zeit enteignete Grundstück der örtlichen B’nai-B’rith-Loge stehen nun auch personelle Konsequenzen im Raum

 25.09.2026

Düsseldorf

Josef-Neuberger-Medaille für Grünen-Ministerin Mona Neubaur

Mit der Josef-Neuberger-Medaille ehrt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf seit über 30 Jahren Menschen oder Institutionen der nichtjüdischen Öffentlichkeit

 14.09.2026

Rosch Haschana

Neujahrswünsche von Friedrich Merz und Johann Wadephul

Zum jüdischen Neujahrsfest schicken der Bundeskanzler und der Bundesaußenminister Grußbotschaften an die jüdischen Gemeinden

 10.09.2026

Berlin

Wahlkampfdebatte im Gemeindehaus

Die Jüdische Gemeinde lud anlässlich der bevorstehenden Wahl die Spitzenkandidaten von CDU, Linken, Grünen und SPD zum Podiumsgespräch. Am Ende wurde mal wieder über Antisemitismusdefinitionen gestritten

von Debora Eller  10.09.2026

Viktoria Ladyshenski

Schleswig-Holstein

»Wir packen unsere Koffer«

Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, warnt, dass die Gefahr durch linken und islamistischen Antisemitismus in Deutschland nicht ernst genug genommen wird

 08.09.2026

Sachsen-Anhalt

Landeszentrale unterstützt Fahrten von Schülern zu jüdischen Gemeinden

Seit Jahren können Schulklassen für Fahrten zu Gedenkstätten Zuschüsse beim Land Sachsen-Anhalt beantragen. Künftig soll auch jüdisches Leben sichtbar gemacht werden, weshalb das Land die Förderung ausweitet

 31.08.2026

Ehrung

Rabbiner Andreas Nachama erhält Berliner Moses-Mendelssohn-Preis         

Er gilt als eine zentrale Figur des jüdischen Lebens in Deutschland: der Rabbiner und Publizist Andreas Nachama. Nun erhält er eine besondere Auszeichnung

von Daniel Zander  31.08.2026

Memoiren

Und dennoch!

2012 erschienen die Lebenserinnerungen der Schoa-Überlebenden Charlotte Knobloch. Titel: »In Deutschland angekommen«. Heute sagt sie: »Ich habe mich getäuscht.« Jetzt legt deshalb ein weiteres Buch vor

von Christoph Renzikowski  21.08.2026