München

Himmelsboten, Konzert, Israel

Claude Lanzmann (1925 – 2018), Regisseur von »Shoah« Foto: dpa

Gedenken

Am Freitag, den 10. Mai, findet zwischen 11 und 18 Uhr auf dem Königsplatz vor der Antikensammlung eine Gedenkveranstaltung zur Bücherverbrennung 1933 statt. Unter dem Motto »München liest – aus verbrannten Büchern. Für Frieden und Menschenrechte – gegen Rüstung und Krieg« beteiligen sich anlässlich des 86. Jahrestags viele Münchner Institutionen und Initiativen. Die Veranstaltung findet alljährlich an dem Ort statt, wo 1933 Bücher verfemter Autoren in Brand gesteckt wurden. Unter den rund 20 Institutionen ist die Landeshauptstadt München vom Kulturreferat bis zu den städtischen Theatern vertreten. Für die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern wird IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch lesen.  ikg

Himmelsboten

Die Reihe »Frauen lernen gemeinsam« wird am Sonntag, 12. Mai, 18 Uhr, im Jüdischen Gemeindezentrum am Jakobsplatz fortgesetzt. Rabbiner Steven E. Langnas hält den Vortrag »Von Engeln und Teufeln. Die jüdische Einstellung zu Himmelsboten«. Frauen der Münchner Kehilla sind herzlich eingeladen.  ikg

Konzert

In der Hochschule für Musik und Theater München, Arcisstraße 12, gibt es am Dienstag, 14. Mai, 19 Uhr, ein Konzert mit dem Titel »Jüdische Tiefe – Tschechische Poesie – Russische Leidenschaft«. Die Interpretationsklasse für slawische und jüdische Vokalmusik unter Leitung von Hans-Christian Hauser trägt unter anderem Lieder jüdischer Komponisten aus Süddeutschland aus den 30er-Jahren vor, unter ihnen Paul Ben Haim, Heinrich Schalit, Jakob Schönberg und Richard Fuchs. Der Eintritt ist frei.  ikg

Vernissage

In der Galerie An­dreas Binder, Knöbelstraße 27, ist vom 16. Mai bis 31. Juli die Ausstellung A New York Story von Yigal Ozeri, eines Meisters der fotorealistischen Malerei, zu sehen. Der Künstler ist bei der Vernissage am Mittwoch, den 15. Mai, ab 19 Uhr anwesend. Weitere Informationen unter www.andreasbinder.de.  ikg

Porträt

Als Claude Lanzmann 1973 mit der Arbeit an seinem Film Shoah begann, ahnte er nicht, wie sehr ihn die Beschäftigung mit den Verbrechen der Nationalsozialisten und deren traumatischen Folgen für die überlebenden Opfer auch persönlich fordern, wie lange sie tatsächlich dauern würde. Erst 1985, nach zwölfjähriger Dreh- und Schnittarbeit, stellte er Shoah fertig. In Spectres of the Shoah spricht Lanzmann über seine Arbeit an dem Film, der ihn weltberühmt machte, über sein Leben und seine Freundschaft mit Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Das Filmporträt von Adam Benzine über den bedeutenden Chronisten, der 2018 in Paris im Alter von 92 Jahren starb, läuft am Mittwoch, 15. Mai, 17 Uhr, im Filmmuseum, St.-Jakobs-Platz 1. Der 58-minütige Film wird am Sonntag, 19. Mai, 16 Uhr, im Gasteig, Rosenheimer Straße 5, Carl-Amery-Saal, 1. Stock, wiederholt.  ikg

Israel

Am Donnerstag, den 16. Mai, findet von 15 bis 22 Uhr am Odeonsplatz der traditionelle Israeltag unter der Schirmherrschaft des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter und der IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch statt. Mit dabei sind unter anderem der bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Bernd Sibler, und die israelische Generalkonsulin Sandra Simovich. Mit Musik, Tanz, Bühnenshow und Kinderprogramm, israelischen Spezialitäten und einem Ballonflug wird jede Menge Unterhaltung geboten.  ikg

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