Erziehung

Große Pläne in Duisburg

Demnächst noch mehr Platz zum Spielen: Allein zusätzliche 13 Kinder unter drei Jahren sollen ab Sommer 2013 aufgenommen werden. Foto: Tanja Pickartz

Vorstand und Gemeinderat der Jüdischen Gemeinde Duisburg-Mülheim/Ruhr-Oberhausen haben beschlossen, den Kindergarten auf vier Gruppen auszubauen. Damit wird bereits zwei Jahre nach seiner Eröffnung die Kapazität der Plätze und Gruppen verdoppelt. Dabei werden rund 13 Plätze für Kinder unter drei Jahren geschaffen.

Eine Gruppe wird den Drei- bis Sechsjährigen vorbehalten sein, teilte Geschäftsführer Michael Rubinstein mit. Denn langfristig müsse auch dieser Altersgruppe ein Platz im jüdischen Kindergarten sicher sein, so Rubinstein. Die Fluktuation sei in den ersten zwei Jahren sehr gering gewesen. »Die Eltern fühlen ihre jüdischen, christlichen und muslimischen Kinder bis zum Schulbeginn hier wohl gut aufgehoben«, meint der Geschäftsführer.

Bauplanung Mit der Duisburger Architektin Jutta Heinze würden derzeit die Möglichkeiten eines Erweiterungsbaus erörtert, so Rubinstein. Erste Rohentwürfe liegen als Diskussionsgrundlage vor. Baubeginn wird voraussichtlich Winter 2011/ 2012 sein, sodass zu Beginn des Kindergartenjahres 2012/ 2013 im August 2012 der Betrieb mit vier Gruppen beginnen kann. In den jetzigen Planungen wird insbesondere auch darauf geachtet, den laufenden Betrieb so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

»Wir sind optimistisch, gemeinsam mit der Architektin eine gute Mischung aus Wirtschaftlichkeit und anspruchsvoller, kindgerechter Architektur zu finden. Aber auch unseren Erzieherinnen und Erziehern, die bisher hervorragende Arbeit geleistet haben, wollen wir geeignete Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung stellen«, fasst Nicole Marx, zuständige Kindergartenbeauftragte des Gemeindevorstandes, das ambitionierte Vorhaben zusammen.

Anbindung »Wirtschaftlich stellt uns das in einem ersten Schritt vor eine große Herausforderung, da wir den Bau komplett vorfinanzieren müssen, aber auf lange Sicht gehen wir davon aus, das diese Investition die einzig sinnvolle für eine lebendige Zukunft unserer Gemeinde sein wird. Der Kindergarten bindet ja nicht nur Kinder an sich, sondern auch Eltern und Großeltern. Wir versuchen also, generationenübergreifend unsere Gemeindemitglieder an uns zu binden und unser Gemeindeleben miteinander lebendig zu gestalten.«

Um mindestens vier Personen wird das Kindergartenteam durch qualifizierte Erzieher vergrößert werden müssen. Doch schon zum 1. August 2011 wird eine neue Gruppenleitung gesucht. Somit bietet sich bereits jetzt die Chance, im Jüdischen Kindergarten Duisburg anzufangen und die Herausforderungen des Ausbaus von Beginn an mitzugestalten. ja

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