Party

Grillen und Lernen

Attraktion: Kunststücke mit Seifenblasen Foto: Daniel Schwartz

Lag BaOmer war in diesem Jahr die erste Gelegenheit, wieder einmal im Freien zu feiern. Passend zum Wetter hatte Chabad Lubawitsch am letzten Aprilwochenende denn auch in den Hof der Possart-Synagoge eingeladen. Die am Fest teilnehmenden Kinder und Erwachsenen hörten hier von den Rabbinern Israel Diskin und Yochonon Gordon zunächst Ausführungen über die Bedeutung von Lag BaOmer. Dann ließen sie sich von einer Jongleurin und einer Seifenblasenvorführung begeistern.

Zu der Veranstaltung, die gemeinsam mit dem Jugendzentrum Neshama ausgerichtet wurde, waren mehr als 200 Menschen gekommen. Sie alle genossen die Köstlichkeiten vom Grill und die vielen Unterhaltungsmöglichkeiten. Zum Abschluss wurde das traditionelle Lagerfeuer angezündet – sehr zur Freude der Kinder, die am Feuer standen und Lieder sangen.

Single Ohne Lagerfeuer, dafür aber mit gemeinsamem Grillen und ebenfalls guter Laune feierten junge Erwachsene aus ganz Deutschland und der Schweiz Lag BaOmer im Hirschgarten. Das gemeinsame Fest mit Rabbiner Elias Dray vom IKG-Rabbinat und Rabbiner Jechiel Brukner und seinem Team von Thora MiTzion am Sonntag war zugleich Abschluss eines Single-Weekend. Mitveranstalter war Stanislav Skibinski von der Jewish Agency.

Das Treffen hatte am Freitagabend mit einer feierlichen Einstimmung zum Schabbat und anschließendem Gebet im Gemeindezentrum am Jakobsplatz begonnen. Beim Abendessen sprach Rabbiner Doron Kornbluth aus Toronto über die Bedeutung einer jüdischen Partnerschaft. Dabei wurde auch die Frage diskutiert, ob der Partner alle Geheimnisse des anderen wissen müsse. Ein erstes Kennenlernen erfolgte dann bei einem Speed-Dating, das sich als sehr unterhaltsamer Part des Abends erwies.

Partnerschaft Am nächsten Tag sprach dann nach dem Schabbat-Gottesdienst in der Ohel-Jakob-Synagoge Sara Brukner über die Voraussetzungen einer gelungenen Partnerschaft. Um jüdische Werte ging es im Anschluss auch im Kennenlernspiel, das Stanislav Skibinski vorbereitet hatte. Kaschrut, Bücher, Israel und viele andere Themen kamen dabei zur Sprache. Außerdem blieb an diesem Tag Zeit für Spaziergänge und viele Gespräche unter den mehr als 50 teilnehmenden jungen Erwachsenen.

Dass das Treffen ein voller Erfolg war, zeigte sich nicht nur daran, dass sich drei Paare für ein weiteres Kennenlernen verabredet hatten. Allein die Suche nach einem Partner bringe einen schon näher ans Ziel – auch wenn es dieses Mal noch nicht klappen würde, hatte Rabbiner Doron Kornbluth zum Auftakt der Veranstaltung betont.

Die gute Stimmung beim gemeinsamen Grillfest an Lag BaOmer, zu dessen Organisation auch Jechiel Biber entscheidend beigetragen hatte, unterstrich, dass sich Freundschaften auch anbahnen können, ohne dass es gleich um eine Partnerschaft gehe. Nicht nur für Initiator Rabbiner Elias Dray stand somit fest: Fortsetzung folgt!

Düsseldorf

Die Makkabäer sind los!

Zum dritten Mal findet in Nordrhein-Westfalen das größte jüdische Sportfest Deutschlands statt

 03.09.2021 Aktualisiert

Brandenburg

Jüdische Gemeinden feiern 30 Jahre ihrer Wiedergründung

Mit einem Festakt begingen rund 150 Gäste aus der jüdischen Gemeinschaft und der Landespolitik das runde Jubiläum

 01.09.2021

Jubiläum

Seit 151 Jahren Teil der Stadtgesellschaft

1870 beschlossen elf Männer, in Gelsenkirchen eine eigene jüdische Gemeinde zu gründen - jetzt wurde an sie erinnert

von Michael Thaidigsmann  30.08.2021

Bremen

Neue Torarolle zum Jubiläum

In der Hansestadt feierte die jüdische Gemeinschaft am Wochenende den 60. Jahrestag der Eröffnung ihrer Synagoge

von Michael Thaidigsmann  30.08.2021

Freiburg

»Gezielte Provokation«

Eine geplante Demonstration gegen Israel auf dem Platz der Alten Synagoge beunruhigt die jüdische Gemeinde

von Michael Thaidigsmann  14.05.2021

Münster

Jüdische Gemeinde wehrt sich gegen israelfeindliche Kundgebung

Gemeindechef Fehr: »Die Antizionisten wollen israelfeindliche Stereotype im öffentlichen Bewusstsein festigen«

 24.07.2020

Gespräch

Bedrohung und Staatsversagen

Der zweite »Jüdische Salon« des Zentralrats der Juden widmet sich Ronen Steinke und seinem neuen Buch

 02.07.2020

Würzburg

Gepäckstücke erinnern

Auf dem Bahnhofsvorplatz wurde der »DenkOrt Deportationen 1941–1944« eingeweiht

von Stefan W. Römmelt  18.06.2020

Gemeinden

Aktiv und engagiert

Die Zentralwohlfahrtsstelle veröffentlicht ihre Statistik für 2019 – die Zahlen geben wichtige Hinweise

von Heide Sobotka  18.06.2020