Leipzig

Getraut

Rabbiner Zsolt Balla ermuntert Zuwanderer, unter die Chuppa zu treten. Foto: Stephan Pramme

In der Israelitischen Religionsgemeinde Leipzig (IRG) haben vor Kurzem sechs Ehepaare aus der ehemaligen Sowjetunion ihre Chuppa erhalten. Die Paare hatten während der Sowjetzeit keine Möglichkeit, nach der jüdischen Tradition zu heiraten. Nun nahmen sie das Angebot der örtlichen Rabbiner, dies nachzuholen, dankbar an.

Anleitung Gemeinderabbiner Zsolt Balla und der Leiter des Leipziger Tora Zentrums, Rabbiner David Chandalov, bereiteten die Paare über mehrere Monate hinweg sorgfältig auf ihre »zweite Hochzeit« vor. Sie erklärten den Inhalt und Aussage der Sprüche, Lieder und Symbole und ermunterten ausdrücklich auch die Familienangehörigen der Paare, die Chuppot als Fest der Freude zu feiern.

Sechs Paare wagten daraufhin den noch recht unkonventionellen Schritt in der Leipziger Synagoge Keilstraße. »Die Stimmung und Resonanz war so gut«, freute sich Balla. Und er hoffe, »dass wir weitere Chuppot von staatlich getrauten Paaren in Bälde durchführen werden.« ja

Kompakt

Auszeichnung, Entscheidung

Meldungen aus den Gemeinden

 18.07.2019

Jubiläum

Familienfeier

Die Janusz Korczak Akademie begeht auf der Praterinsel ihr Zehnjähriges

von Katrin Diehl  18.07.2019

Freiburg

Hitlergruß im Klassenzimmer

Experten und Gemeindevorstände diskutierten über Antisemitismus an Schulen

von Anja Bochtler  18.07.2019