Köln

Gala der Paten

Die belgische Combo »Mozaik« sorgte für ausgelassene Tanzstimmung. Foto: Alexander Stein

Der Grauburgunder ist noch nicht eingeschenkt, da lassen sich am Samstagabend schon die meisten der 240 Gäste des Kölner WIZO-Balls »Sponsor a Child!« in der Wolkenburg von den populären Liedern der belgischen Combo »Mozaik« mitreißen. Erst als Moderator Ralph Morgenstern mit einer Laudatio auf die Hilfsorganisation ernste Töne anschlägt, nehmen die Partygäste ihre Sitzplätze ein und lassen sich den Feldsalat im Brickteigkörbchen schmecken.

Morgenstern zitiert Zentralratspräsident Dieter Graumann und nennt die Women’s International Zionist Organisation (WIZO) »die amtierende Weltmeisterin in Sachen Humanität, Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit«. Da es in Israel keine staatlichen Kindergärten gebe, müssten sich private Institutionen um deren Finanzierung bemühen. Für jedes Kind und jedes Jahr sind das etwa 500 Euro. »Und um dieses Geld geht es heute Abend!«, so der Entertainer.

weltmännertag Diana Schnabel, Präsidentin der WIZO Deutschland, dankt den Kölner WIZO-Frauen. Sie seien eine tragende Säule der WIZO Deutschland. Und den Herren im Saal gratuliert sie zum Weltmännertag: »Jungs, you got the message: Spenden!«.

Der Kölner Gemeinderabbiner Jaron Engelmayer bringt es auf den Punkt: »Wir glauben an die Zukunft unserer Kinder.« Wer einen Menschen rettet, dem würde dies angerechnet, als ob er die gesamte Welt gerettet hätte. Bei Moderationsschluss kurz nach Mitternacht sind es schon 68 Patenschaften, die für hilfsbedürftige Kinder in Israel übernommen worden sind.

Der Staat Israel sei nicht in der Lage, alles alleine zu leisten, sagt WIZO-Präsidentin Schnabel in ihrer Rede, denn selbst 65 Jahre nach seiner Gründung müsse dieser den Großteil seines Haushalts in die militärische Verteidigung investieren. Die Solidarität der WIZO indes gelte allen Bedürftigen in Israel, gleich welcher Ethnie oder Religion sie angehörten, so Schnabel weiter. Treffend habe Graumann formuliert: »In dieser Wüste aus Hass ist die WIZO eine Oase der Menschlichkeit und des Friedens.«

Lesen Sie mehr dazu in der kommenden Ausgabe am Donnerstag.

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