Fest

Fußball, Samba und Piraten

Ohne Bücher und Semesterstress ... Foto: Stephan Pramme

Mehrere Hundert Interessierte waren am Wochenende unterwegs, um Purim zu feiern. »Mit so vielen Besuchern hatten wir gar nicht gerechnet«, sagt Hendrik Kosche von der Kulturabteilung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Etwa 350 Gäste kamen am Sonntag in das Gemeindehaus an der Fasanenstraße – 100 mehr als geplant.

Die meisten Kinder waren als Prinzessinnen, Zauberer, Clowns, Piraten und andere Fantasiegestalten verkleidet, sie tanzten begeistert zur Musik, wetteiferten beim Kostümrätsel, lauschten gespannt dem Bauchredner und freuten sich über das Theaterprogramm auf der Bühne.

purim night Ganz im Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaft stand die Purim Night im »Grand Berlin« in Mitte mit 300 Gästen. »Mitarbeiter der israelischen Botschaft, Mitglieder der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und viele Israelis waren dabei«, sagt Bella Zchwiraschwili, die gemeinsam mit ihrem Bruder das Event organisiert hatte.

Für die Musik waren drei Teams zuständig: DJ Shicco setzte den israelisch-orientalischen Schwerpunkt, das Trio Urubu war für die Samba-Rhythmen im Einsatz und Joshua Jesse für die Deep House Sets. »Wir wollten eine Party für Leute in unserem Alter auf die Beine stellen – das ist uns gelungen.« Erst gegen drei Uhr morgens wurde die Musik leiser gedreht. Im nächsten Jahr möchte Bella wieder ein ähnliches Event stemmen. cs

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