Porträt

Fürth – Eine starke Nachbarschaft tut gut

Foto: Gesche-M. Cordes

Wo man geht und steht, finden sich in Fürth Zeugnisse jüdischen Lebens. Die Nähe zu Nürnberg verhalf der Gemeinde historisch gesehen zur Blüte. Während sie aus der Nachbarstadt verwiesen wurden, durften sich Juden in Fürth ansiedeln.

Bis zu vier Synagogen unterhielt die Gemeinschaft einst, die heute mit knapp 280 Mitgliedern zu den kleinen Gemeinden zählt, war sie doch in der Nazizeit vollkommen ausgelöscht worden.

Drei Synagogen brannten in der Pogromnacht 1938 nieder. In der Hauptsynagoge befand sich einst eine der bedeutendsten Talmudschulen Deutschland. Nur das hinter einer unscheinbaren Sandsteinfassade verborgene Gotteshaus in der Hallemannstraße blieb erhalten. Dort feiern heute die Fürther Juden wieder regelmäßig Gottesdienste im orthodoxen Ritus.

Das Gemeindezentrum ist nur einige Hundert Meter weiter in der ehemaligen jüdischen Realschule untergebracht. Die Gemeinde verfügt über einen Rabbiner und unterhält zwei Friedhöfe.

Ausstellung

Neue Heimat

»¿¡Angekommen!?« widmet sich zugewanderten jüdischen Künstlern

von Gerhard Haase-Hindenberg  14.11.2019

Dresden

Gedenken an Pogromnacht

Nora Goldenbogen appelliert, Erinnerung an die Gräueltaten der Nationalsozialisten mahnend wachzuhalten

 10.11.2019

Konstanz

Neue Synagoge eingeweiht

Zentralratsvizepräsident Lehrer: »Zeichen für jüdische Zukunft«

 10.11.2019

Porträt der Woche

»Ich bin der Letzte«

Max Schwab ist Gemeindeältester in Halle und erlebte die Pogromnacht 1938

von Tobias Kühn  10.11.2019

Saarbrücken

Gegen alle Widerstände

Jahrelang kämpfte die Gemeinde für ein angemessenes Schoa-Mahnmal

von Lisa Huth  10.11.2019

Halle

Jüdische Gemeinde wünscht sich Ruhe

Vorsitzender Max Privorozki: »Können kein normales Gemeindeleben mehr führen«

 09.11.2019