Magdeburg

Festtage jüdischer Kultur eröffnet

Mit der Eröffnung der Neuen Synagoge am 10. Dezember 2023 steht in Magdeburg ein historisches Ereignis bevor. Um dies zu feiern, gibt es rund um dieses Datum die »Festtage der jüdischen Kultur« Foto: picture alliance/dpa

In Magdeburg sind am Sonntag von Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) die Festtage jüdischer Kultur eröffnet worden. Bis zum 17. Dezember sind den Angaben zufolge rund 30 Veranstaltungen geplant, darunter Konzerte, Gespräche, Lesungen und Filmvorführungen. Höhepunkt ist die Eröffnung der Neuen Synagoge Magdeburg am 10. Dezember.

Geplant sind auch zwei Verlegungen von Stolpersteinen sowie Theateraufführungen. Am 6. Dezember wird zudem im Beisein des Antisemitismusbeauftragten des Landes Sachsen-Anhalt, Wolfgang Schneiß, im Forum Gestaltung die Wanderausstellung »Menschen. Bilder.Orte« über 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland eröffnet.

Zum Auftakt der Festtage wurde am Sonntag die Flötistin Atsuko Koga für ihr Engagement zugunsten des Synagogenneubaus mit dem Hermann-Spier-Preis ausgezeichnet. Finanziell unterstützt wurde der Neubau auch von einem Förderverein und den evangelischen Kirchengemeinden im Kirchenkreis Magdeburg.

Der Magdeburger Superintendent Stephan Hoenen und Vorsitzende des Kuratoriums Neue Synagoge sprach am Sonntag von einer gelungenen Idee, die Festtage der jüdischen Kultur und die Eröffnungswochen der neuen Synagoge zu verbinden. Er habe die Vision vor Augen, dass das neue Gebetshaus am 10. Dezember voll werde mit ganz vielen, denen dieses Ansinnen nicht nur wichtig oder aus geschichtlicher Verantwortung heraus geboten erscheine, »sondern weil Menschen jüdischen Glaubens heute zu unserer Stadt selbstverständlich dazugehören«. Die Tage jüdischer Kultur und Geschichte finden seit 15 Jahren in Magdeburg statt. epd

Frankfurt

Jüdische Gemeinde Frankfurt erhöht Druck auf Hessischen Rundfunk

Im Streit um das in der NS-Zeit enteignete Grundstück der örtlichen B’nai-B’rith-Loge stehen nun auch personelle Konsequenzen im Raum

 25.09.2026

Düsseldorf

Josef-Neuberger-Medaille für Grünen-Ministerin Mona Neubaur

Mit der Josef-Neuberger-Medaille ehrt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf seit über 30 Jahren Menschen oder Institutionen der nichtjüdischen Öffentlichkeit

 14.09.2026

Rosch Haschana

Neujahrswünsche von Friedrich Merz und Johann Wadephul

Zum jüdischen Neujahrsfest schicken der Bundeskanzler und der Bundesaußenminister Grußbotschaften an die jüdischen Gemeinden

 10.09.2026

Berlin

Wahlkampfdebatte im Gemeindehaus

Die Jüdische Gemeinde lud anlässlich der bevorstehenden Wahl die Spitzenkandidaten von CDU, Linken, Grünen und SPD zum Podiumsgespräch. Am Ende wurde mal wieder über Antisemitismusdefinitionen gestritten

von Debora Eller  10.09.2026

Viktoria Ladyshenski

Schleswig-Holstein

»Wir packen unsere Koffer«

Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, warnt, dass die Gefahr durch linken und islamistischen Antisemitismus in Deutschland nicht ernst genug genommen wird

 08.09.2026

Sachsen-Anhalt

Landeszentrale unterstützt Fahrten von Schülern zu jüdischen Gemeinden

Seit Jahren können Schulklassen für Fahrten zu Gedenkstätten Zuschüsse beim Land Sachsen-Anhalt beantragen. Künftig soll auch jüdisches Leben sichtbar gemacht werden, weshalb das Land die Förderung ausweitet

 31.08.2026

Ehrung

Rabbiner Andreas Nachama erhält Berliner Moses-Mendelssohn-Preis         

Er gilt als eine zentrale Figur des jüdischen Lebens in Deutschland: der Rabbiner und Publizist Andreas Nachama. Nun erhält er eine besondere Auszeichnung

von Daniel Zander  31.08.2026

Memoiren

Und dennoch!

2012 erschienen die Lebenserinnerungen der Schoa-Überlebenden Charlotte Knobloch. Titel: »In Deutschland angekommen«. Heute sagt sie: »Ich habe mich getäuscht.« Jetzt legt deshalb ein weiteres Buch vor

von Christoph Renzikowski  21.08.2026

Straßenfest

Chabad Berlin feiert 30. Jubiläum

Drei Jahrzehnte jüdisches Leben: Mit einem Straßenfest möchte eine jüdische Gemeinde in Berlin nicht nur die eigene Geschichte feiern. Es soll auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden

 20.08.2026