Dresden

Festsaal nach Henny Brenner benannt

Henny Brenner (M.) und Ingrid Mössinger, Generaldirektorin der Kunstsammlungen Chemnitz, mit dem früheren sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (2014) Foto: picture alliance / ZB

Dresden

Festsaal nach Henny Brenner benannt

Die Schoa-Überlebende wurde in Dresden geboren und von den Nazis verfolgt. Mit 16 wurde sie Zwangsarbeiterin

 15.05.2023 08:31 Uhr

Im ehemaligen Zwangsarbeiterwerk in Dresden-Pieschen ist am Sonntag ein Veranstaltungssaal nach der Holocaustüberlebenden Henny Brenner benannt worden. Damit werde die Erinnerung an Brenners »unermüdliches Engagement« wachgehalten, teilte die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden mit. Zum Festakt im »Zentralwerk« wurde auch ihr Sohn Michael Brenner erwartet.

Henny Brenner wurde in Dresden geboren und als Tochter einer jüdischen Mutter und eines evangelischen Vaters von den Nationalsozialisten verfolgt. Mit 16 Jahren wurde sie in der Rüstungsfabrik in Dresden-Pieschen zur Zwangsarbeit verpflichtet. Heute ist das »Zentralwerk« ein Veranstaltungsort.

Der bereits angekündigten Deportation entging die Familie Brenner wegen des alliierten Bombenangriffs auf Dresden im Februar 1945.
Henny Brenner habe später in zahlreichen Vorträgen und vor Tausenden Schülerinnen und Schülern gesprochen, hieß es. 2001 erschien ihr Buch »Das Lied ist aus. Ein jüdisches Schicksal in Dresden« über ihre Lebensgeschichte. Veranstalter des Festaktes waren der Verein Zentralwerk Dresden und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dresden.

Henny Brenner starb fast auf den Tag genau vor drei Jahren. Sie wurde 95. epd/ja

Berlin

Berliner Rabbinerin wird Präsidentin der Rabbinical Assembly

Mit Gesa Ederberg übernimmt erstmals eine Europäerin das Spitzenamt der internationalen Organisation

 18.03.2026

Daniel Grossmann

»Wir bleiben sichtbar«

Der Münchener Dirigent erhält die Wilhelm-Hausenstein-Ehrung

von Esther Martel  04.03.2026

Sicherheit

»Keine jüdische Veranstaltung soll je abgesagt werden müssen«

Nach dem Massaker von Sydney wendet sich Zentralratspräsident Josef Schuster in einer persönlichen Botschaft an alle Juden in Deutschland: Lasst euch die Freude an Chanukka nicht nehmen!

von Josef Schuster  17.12.2025

Osnabrück

Rabbiner Teichtal: »Unsere Aufgabe ist es, nicht aufzugeben«

»Wer heute gegen Juden ist, ist morgen gegen Frauen und übermorgen gegen alle, die Freiheit und Demokratie schätzen«, sagt der Oberrabbiner

 24.10.2025

Köln

»Im Stich gelassen«

Nach einer Kontroverse um einen geplanten Besuch von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst zieht sich die Synagogengemeinde Köln aus dem »Runden Tisch Frieden« im Stadtteil Chorweiler zurück

von Michael Thaidigsmann  04.09.2025

Darmstadt

Jüdische Kulturwochen: Großer Andrang bei Eröffnung

Das Programm schließt den Extremismusforscher Ahmad Mansour mit ein

von Imanuel Marcus  03.09.2025

Interview

Zusammenlegung von jüdischen Gemeinden »schmerzlich«, aber denkbar

Zu wenig engagierter Nachwuchs und mögliche Zusammenschlüsse von jüdischen Gemeinden - so sieht die Lage laut Zentralrat der Juden derzeit aus. Präsident Schuster äußert sich auch zur Rabbinerausbildung in Potsdam

von Leticia Witte  17.07.2025

Frankfurt am Main

Jüdische Gemeinde sagt »Resonanzräume«-Festival ab

Grund ist die »die aktuelle Eskalation der Situation zwischen Israel und dem Iran«, so die Kulturabteilung

 17.06.2025

München

Brandanschlag von 1970: Staatsanwaltschaft ermittelt wieder

Sieben Menschen starben beim Anschlag auf das IKG-Gemeindezentrum am 13. Februar 1970. Nun gibt es eine neue Spur und neue Ermittlungen

von Michael Thaidigsmann  29.04.2025