München

Fest in Blau und Weiß

Kinder der Tanz-Gruppe »Genesis« bei ihrem Auftritt am 1. Mai Foto: Miryam Gümbel

Das Maccabi-Sportfest zählt für viele Gemeindemitglieder und ihre Freunde zu den schönsten Tagen im Jahr. Am 1. Mai lockte es rund 1200 Menschen auf das Vereinsgelände in der Riemer Straße. Und allen Wettervorhersagen zum Trotz kam pünktlich zu Beginn der Veranstaltung auch die Sonne hinter den Wolken hervor.

»Robby Rajber und Maccabi müssen eine ganz besondere Verbindung zum lieben Gott haben«, freute sich Präsidentin Charlotte Knobloch über das »wunderbare Wetter nach der langen Kälte«. Bereits bei der Eröffnung war »der gute Draht nach oben« angesprochen worden. Angesichts der Anwesenheit von fünf Rabbinern äußerten die Sportler dann gleich noch einen weiteren Wunsch, der am Abend mit dem Einzug des FC Bayern ins Champions-League-Finale auch prompt erfüllt wurde.

fahnen Weiß-blau war nicht nur der Himmel über München. Die Farben Bayerns und Israels kamen bei einer Tanzeinlage der Gruppe »Genesis« aus dem Jugendzentrum Neshama auf dem Podium ebenfalls eindrucksvoll zur Geltung, untermalt von hebräischen Liedern. Mit Gesangseinlagen beeindruckte auch Kantor Moshe Fischel.

Zum Gelingen des Fests hatten großzügige Sponsoren und zahlreiche Helfer beigetragen. Zu den Ehrengästen zählten Generalkonsul Tibor Shalev Schlosser, der im sportlichen Outfit erschienen war, sowie Rainer Koch. Der Vizepräsident des DFB und Präsident des Bayerischen Fußballverbandes ist seit Langem ein treuer Gast bei Maccabi und Freund des Vereins.

Die Möglichkeiten, diesen Tag zu genießen, waren vielfältig. Nahezu keiner verschmähte dabei das köstliche Angebot vom Grill. Wer lieber Kaffee und Kuchen mochte, wurde an der Theke des Vereinsheims fündig. Zusätzlich zu den Sitzmöglichkeiten auf der Terrasse waren weitere Tische und Bänke aufgestellt. Für Kinder gab es Attraktionen jeder Art – von einer Hüpfburg über Klettergeräte bis hin zu Tischkickern. Letztere waren auch bei den Erwachsenen heiß umkämpft. Da hieß es manchmal einige Zeit warten, bis endlich wieder ein Platz frei war. Entsprechend groß war später auch der Andrang beim Kicker-Turnier.

Das Jugendzentrum hatte das Gelingen des Nachmittags neben Vorführungen auch mit einem Bastel- und einem Schminkstand für die Kleineren unterstützt. Einen finanziellen Beitrag leisteten neben Sponsoren die Teilnehmer einer spontan von Robby Rajber ausgerufenen Spendenaktion. Junge Losverkäufer schwirrten den ganzen Tag durch die Menge – schließlich war die Tombola reichlich bestückt.

stimmung Wie glücklich nicht nur die aktiven Sportler über das Vereinsgelände sind, wurde in den Äußerungen von langjährigen Maccabi-Mitgliedern deutlich. Charlotte Knobloch erinnerte an den ersten Spatenstich auf dem Gelände, den der Initiator und Mäzen Fred Brauner sel. A. auf einem damals noch leeren Feld ausgeführt hatte. Dabei strich sie auch die Leistung des heutigen Maccabi-Präsidenten heraus: »Ich wusste gar nicht, welche Fähigkeiten Robby Rajber alle hat. Toll, was er aus Maccabi gemacht hat.« Sie genoss die »unbeschwerte Atmosphäre« und freute sich über die vielen anwesenden Kinder.

Was Maccabi besonders für den Nachwuchs tut, erlebten die Besucher zum Beispiel bei den Vorführungen der jungen Turner unter Trainer Vladimir Feingold. Zudem gab es viele Informationen über künftige Veranstaltungen wie das Sommercamp für Kinder oder das Golfturnier. Der große sportliche Event in diesem Jahr ist dann im Juli die Makkabia, zu der auch zahlreiche Münchner als Aktive und als Zuschauer nach Tel Aviv fahren werden.

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