Bremen

Endlich wieder ein Tag der Offenen Tür

Elivra Noa ist die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Bremen. Sie freut sich nun auf die größte Veranstaltung seit den Zeiten vor der Pandemie: »Sehr lange haben wir keinen Tag der offenen Tür mehr gemacht, aus verschiedenen Gründen. Corona kam dazwischen.«

Neben den Gemeindemitgliedern sind auch interessierte Nicht-Mitglieder eingeladen. Das Angebot am Sonntag, den 24. Juni ist vielfältig: »Es gibt insgesamt zehn verschiedene Stände mit Infos: Tradition, Religion, Kultur«, so Elvira Noa. Sie selbst bietet zwei Synagogenführungen an.

Vielgestaltiges Leben Am Tag der offenen Tür soll auch der 75. Geburtstag Israels gefeiert werden. Im Mittelpunkt steht jedoch »vor allem ein Einblick in das vielgestaltige Leben der Gemeinde«, die sich in den vergangenen Jahren »sehr verändert« habe, wie es in der offiziellen Einladung heißt.

Alle Generationen, von jung bis alt, zeigen am großen Tag »Ausschnitte und Dokumentationen ihrer Aktivitäten.« Traditionelle, religiöse und kulturelle Aspekte würden beleuchtet, erklärte die Gemeinde. Die Einrichtung eines Schachtisches ist auch vorgesehen.

Um 14:15 singt der Chor »Gut Woch« unter Leitung von Larysa Tankeeva. Danach folgt Musik »von kleinen und großen Pianisten« auf dem neu gestifteten Flügel, die von Grigori Pantijelew und Marina Cornea zusammengestellt wird.

Souvenirs und Kosmetika Die Deutsch-Israelische Gesellschaft ist mit einem Stand vertreten. Bücher über das Judentum und Israel sowie israelische Souvenirs und Kosmetika sollen verkauft werden.

Die Jüdische Gemeinde Bremen hat heute etwa 800 Mitglieder. Die meisten von ihnen sind russische Einwanderer. »Unsere Gemeinde würde nicht mehr existieren, wenn die Zuwanderung nicht passiert wäre«, so Elvira Noa im Gespräch mit der Jüdischen Allgemeinen. »Trotzdem sind in den letzten Jahren auch viele junge Leute dazugekommen, die nicht russischer Herkunft sind.«

Noa selbst ist bereits seit 1997 Gemeindevorsitzende. Auch ihre persönliche Geschichte ist abenteuerlich: »Ich wurde auf der Flucht von der DDR nach West-Deutschland geboren und bin dann in Süddeutschland aufgewachsen. Erst später kam ich beruflich nach Bremen.«

Mit den Gästen wird sie am Sonntag in der Schwachhauser Heerstraße 117 auch die angekündigten »kleinen Snacks aus israelischer Küche« genießen können. Schon im Voraus entschuldigte sich die Gemeinde für die Sicherheitsvorkehrungen am Tag der offenen Tür. Diese seien »leider notwendig«.

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