Erfurt

»Einzigartiges Kulturdenkmal«

Hingucker: die Alte Synagoge in Erfurt Foto: Archiv

Mit einem Festakt wird am Samstag in Erfurt das zehnjährige Bestehen des Museums Alte Synagoge gefeiert. Dabei werde Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) in einem Grußwort die Glückwünsche der rot-rot-grünen Landesregierung überbringen, teilte die Staatskanzlei am Freitag in Erfurt mit. »Die Alte Synagoge mit ihrer wechselvollen Geschichte und dem Erfurter Schatz ist ein außergewöhnliches Museum, das die Stadt Erfurt und das Land Thüringen seit nunmehr einem Jahrzehnt bereichert«, würdigte Ramelow vorab das »einzigartige Kulturdenkmal«.

ausstellung Das Gebäude gilt als eine der ältesten bis zum Dach erhaltenen Synagogen in Mitteleuropa. Mit ihrer Ausstellung gebe die Synagoge Einblick in die Kultur und Geschichte der jüdischen Gemeinde Erfurts im Mittelalter - mit dem Prunkstück im Keller, dem jüdischen Hochzeitsring aus dem Erfurter Schatz. Dieser wecke bei ihm durchaus gemischte Gefühle, zeuge seine Existenz doch vom Erfurter Pogrom von 1349, bei dem etwa 100 jüdische Einwohner getötet wurden und die übrigen Gemeindemitglieder aus Erfurt flüchteten, gab der Ministerpräsident zu.

Ramelow erinnerte in diesem Zusammenhang an den Anschlag von Halle: »Dieses Verbrechen hat uns tief erschüttert und uns schmerzlich an den Anschlag auf unsere Erfurter Synagoge im Jahr 2000 erinnert. Seitdem sind wir wachsamer denn je. Wir tragen unseren Teil dazu bei, dass die ›Banalität des Bösen‹, von der Hannah Arendt gesprochen hat, keine Chance bekommt«, fügte er hinzu.  epd

Ausstellung

Neue Heimat

»¿¡Angekommen!?« widmet sich zugewanderten jüdischen Künstlern

von Gerhard Haase-Hindenberg  14.11.2019

Dresden

Gedenken an Pogromnacht

Nora Goldenbogen appelliert, Erinnerung an die Gräueltaten der Nationalsozialisten mahnend wachzuhalten

 10.11.2019

Konstanz

Neue Synagoge eingeweiht

Zentralratsvizepräsident Lehrer: »Zeichen für jüdische Zukunft«

 10.11.2019

Porträt der Woche

»Ich bin der Letzte«

Max Schwab ist Gemeindeältester in Halle und erlebte die Pogromnacht 1938

von Tobias Kühn  10.11.2019

Saarbrücken

Gegen alle Widerstände

Jahrelang kämpfte die Gemeinde für ein angemessenes Schoa-Mahnmal

von Lisa Huth  10.11.2019

Halle

Jüdische Gemeinde wünscht sich Ruhe

Vorsitzender Max Privorozki: »Können kein normales Gemeindeleben mehr führen«

 09.11.2019