Bürgerpreis

Die Vermittlerin

Rachel Salamander, Hildegard Hamm-Brücher und Charlotte Knobloch (v.l.) Foto: Astrid Schmidhuber

Der »Münchner Bürgerpreis für Demokratie – gegen Vergessen« fördert junge Menschen, die sich mit einem Projekt für Demokratie und gegen Rechtsextremismus engagieren und sich einer lebendigen Erinnerungsarbeit widmen. Nun wurde die Auszeichnung zum zweiten Mal verliehen. Mit einer Stiftung ins Leben gerufen hatte den Preis die Münchner Ehrenbürgerin und Politikerin Hildegard Hamm‐Brücher.

In diesem Jahr wurden das Bertolt‐Brecht‐Gymnasium, das Heinrich‐Heine‐Gymnasium und das Luisengymnasium für ein Gemeinschaftsprojekt sowie die Berufsschule für Farbe und Gestaltung ausgezeichnet. Sie hätten sich »auf vorbildliche Weise mit menschlichen Grundrechten in Geschichte und Gegenwart beschäftigt«, begründete die Stiftung ihre Entscheidung.

Ehrenpreis Neben diesem Preis kann der Satzung der Stiftung entsprechend auch ein nicht dotierter Ehrenpreis verliehen werden. Nach dem Politiker und auch heute noch hoch engagierten Demokraten Hans‐Jochen Vogel, der 2011 der Preisträger war, wurde bei der Preisverleihung im Alten Rathaussaal Rachel Salamander ausgezeichnet. Unter den zahlreichen Gratulanten bei der Feierstunde befand sich auch Präsidentin Charlotte Knobloch, die ebenfalls Ehrenbürgerin Münchens ist.

Als Laudator hob Oberbürgermeister Christian Ude Rachel Salamanders Durchsetzungskraft und die breit gefächerte Arbeit rund um ihre Literaturhandlung hervor. Mit dieser habe sie »das jüdische Geistesleben rekonstruiert und neu geprägt«, betonte Ude.

Darüber hinaus unterstrichen Salamanders viel beachtete Veranstaltungen und zahlreiche andere Tätigkeiten ihr Engagement – jüngstes Beispiel sei ihr Einsatz für den Erhalt der alten Synagoge an der Reichenbachstraße. All das, sagte Ude, habe Rachel Salamander als Privatperson geschafft, ohne eine finanzstarke Institution im Rücken.

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