München

Biografie, Kindertransport, Moische Kulbak

Yitzhak Rabin Foto: Flash 90

Biografie

Das Zentrum für Israel-Studien an der Ludwig-Maximilians-Universität München, das Bayerische Kultusministerium und die Literaturhandlung laden am Dienstag, 28. Mai, 19 Uhr, gemeinsam zur Präsentation einer Biografie über Yitzhak Rabin ein, der 73-jährig am 4. November 1995 in Tel Aviv einem Attentat zum Opfer fiel. Im Wallstein-Verlag erschien auf Deutsch das Buch Jitzchak Rabin: Als Frieden noch möglich schien, über das der Autor Itamar Rabinovich auf Englisch referieren wird. Es moderiert der Historiker Michael Brenner, der auch das Vorwort schrieb. Der Nahostwissenschaftler Rabinovich war in den 90er-Jahren ein enger politischer Weggefährte Rabins, unter anderem Botschafter in Washington und Chefunterhändler in den schwierigen Gesprächen mit Syrien. Ein Grußwort spricht die israelische Generalkonsulin Sandra Simovich. Das Schlusswort hat der frühere Staatsminister Ludwig Spaenle. Für die Veranstaltung im Großen Sitzungssaal 1120 des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, Salvatorstraße 2, ist eine Voranmeldung erforderlich, telefonisch bei der Literaturhandlung unter 089/2800 135 oder per E-Mail unter juedische.geschichte@lrz.uni-muenchen.de.  ikg

Kindertransport

Von Dezember 1938 bis August 1939 konnten über 10.000 Kinder und Jugendliche Deutschland und Österreich mittels Kindertransporten verlassen. In Arthur und Lilly. Das Mädchen und der Holocaust-Überlebende erzählt die Historikerin Lilly Maier die Geschichte des jüdischen Jungen Oswald Kernberg (später Arthur Kern), in dessen Wohnung sie selbst einmal lebte und dem sie dort 60 Jahre nach seiner Flucht erstmals begegnete. Am Montag, den 27. Mai, stellt sie um 19 Uhr ihre historische Reportage im NS-Dokumentationszentrum, Max-Mannheimer-Platz 1, vor. Der Eintritt ist frei.  ikg

Moische Kulbak

In jüngster Zeit erschienen mehrere Bücher des jiddischsprachigen Schriftstellers Moische Kulbak (1896–1937). Die Kritiken zu seinen Romanen Montag und Die Selmenianer sind voll des Lobes. Für Montag, den 27. Mai, um 19 Uhr laden die Literaturhandlung und »Die Andere Bibliothek« zur »Wiederentdeckung eines jiddischen Autors« ein, der von den Sowjets erschossen wurde und von dem es Gedichte, Romane und Theaterstücke wiederzuentdecken gibt. Das Grußwort spricht Michael Krüger. Es referiert die Journalistin Judith Leister. In Jiddisch liest Rachel Salamander, in Deutsch der Schauspieler August Zirner. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.  ikg

Düsseldorf

Josef-Neuberger-Medaille für Grünen-Ministerin Mona Neubaur

Mit der Josef-Neuberger-Medaille ehrt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf seit über 30 Jahren Menschen oder Institutionen der nichtjüdischen Öffentlichkeit

 14.09.2026

Rosch Haschana

Neujahrswünsche von Friedrich Merz und Johann Wadephul

Zum jüdischen Neujahrsfest schicken der Bundeskanzler und der Bundesaußenminister Grußbotschaften an die jüdischen Gemeinden

 10.09.2026

Berlin

Wahlkampfdebatte im Gemeindehaus

Die Jüdische Gemeinde lud anlässlich der bevorstehenden Wahl die Spitzenkandidaten von CDU, Linken, Grünen und SPD zum Podiumsgespräch. Am Ende wurde mal wieder über Antisemitismusdefinitionen gestritten

von Debora Eller  10.09.2026

Viktoria Ladyshenski

Schleswig-Holstein

»Wir packen unsere Koffer«

Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, warnt, dass die Gefahr durch linken und islamistischen Antisemitismus in Deutschland nicht ernst genug genommen wird

 08.09.2026

Sachsen-Anhalt

Landeszentrale unterstützt Fahrten von Schülern zu jüdischen Gemeinden

Seit Jahren können Schulklassen für Fahrten zu Gedenkstätten Zuschüsse beim Land Sachsen-Anhalt beantragen. Künftig soll auch jüdisches Leben sichtbar gemacht werden, weshalb das Land die Förderung ausweitet

 31.08.2026

Ehrung

Rabbiner Andreas Nachama erhält Berliner Moses-Mendelssohn-Preis         

Er gilt als eine zentrale Figur des jüdischen Lebens in Deutschland: der Rabbiner und Publizist Andreas Nachama. Nun erhält er eine besondere Auszeichnung

von Daniel Zander  31.08.2026

Memoiren

Und dennoch!

2012 erschienen die Lebenserinnerungen der Schoa-Überlebenden Charlotte Knobloch. Titel: »In Deutschland angekommen«. Heute sagt sie: »Ich habe mich getäuscht.« Jetzt legt deshalb ein weiteres Buch vor

von Christoph Renzikowski  21.08.2026

Straßenfest

Chabad Berlin feiert 30. Jubiläum

Drei Jahrzehnte jüdisches Leben: Mit einem Straßenfest möchte eine jüdische Gemeinde in Berlin nicht nur die eigene Geschichte feiern. Es soll auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden

 20.08.2026

Frankfurt am Main

Motty Steinmetz stimmt auf die Hohen Feiertage ein

Es dürfte es ein Abend werden, bei dem Musik und Spiritualität besonders eng miteinander verbunden sind

 20.08.2026