Die Rabbinerin der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Gesa Ederberg, ist zur Präsidentin der internationalen Rabbinical Assembly of Conservative/Masorti Rabbis gewählt worden. Die Organisation, die vor 125 Jahren gegründet wurde, vereint rund 1.700 Rabbinerinnen und Rabbiner weltweit. Mit Ederberg übernimmt erstmals eine Europäerin dieses Amt für die kommenden zwei Jahre.
Die Amtseinführung fand am Dienstag im Jüdischen Gemeindehaus in der Fasanenstraße in Berlin im Rahmen eines Festakts statt. Erwartet wurden Gäste aus Politik, Religion und Gesellschaft wie Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow, der evangelische Landesbischof Dr. Christian Stäblein, der tschechische Botschafter Jiří Čistecký und der Geschäftsträger der US-Botschaft, Alan Meltzer.
Gesa Ederberg ist seit über 20 Jahren Mitglied der Rabbinical Assembly. Nach ihrem Rabbinatsstudium in Jerusalem prägte sie das Masorti-Judentum in Deutschland entscheidend mit. Schon 1995 leitet sie Gottesdienste des egalitäreren Minjans in der Oranienburger Straße. 2007 wurde Ederberg schließlich zur Rabbinerin der Synagoge berufen.