Kompakt

Auszeichnung, Trauer, Wahl

Zeitzeugin Esther Bejarano Foto: dpa

Esther Bejaran und Peggy Parnass

Die Musikerin Esther Bejarano und die Friedensaktivistin Peggy Parnass sind vom Hamburger Senat mit der Ehrendenkmünze in Gold ausgezeichnet worden. »Mit Esther Bejarano und Peggy Parnass ehren wir zwei außergewöhnliche Persönlichkeiten, die auf ein beeindruckendes Lebenswerk zurückblicken können. Sie haben mit ihren oft streitbaren Wortmeldungen seit Jahrzehnten wichtige Impulse für Demokratie, Erinnerungskultur und Gleichberechtigung gegeben«, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher. Die Verleihung der Ehrendenkmünze in Gold sei Ausdruck des großen Dankes und der Würdigung ihrer erheblichen Verdienste. Er überreichte die Ehrendenkmünze bei einem Frühstück, das der Senat für Esther Bejarano und Peggy Parnass separat ausrichtete. Die Ehrendenkmünze wurde bislang 38-mal verliehen und ist neben dem Ehrenbürgerrecht eine der höchsten Auszeichnungen Hamburgs.  hll

Bernhard Effertz

Die Jüdische Gemeinde in Hamburg trauert um ihren langjährigen Vorsitzenden Bernhard Effertz sel. A. Effertz war der Gemeinde jahrzehntelang eng verbunden und leitete sie von 2011 bis zum Sommer 2019 als Vorsitzender. Er kämpfte stets für Einigkeit innerhalb der jüdischen Gemeinde. Ob orthodox, liberal oder agnostisch – Effertz hatte Respekt für jede Form des Judentums und des Glaubens. Und er forderte diesen Respekt in Zeiten, als die Gemeinde durchaus uneins war in ihrer Ausrichtung, auch energisch ein. Dabei habe ihm wohl sein rheinischer Optimismus sowie sein angelsächsisch-amerikanischer Pragmatismus geholfen, die Probleme der Hamburger Gemeinde anzugehen, sagen die, die ihn gut kannten. Der in Hamburg erscheinenden Wochenzeitung »Die Zeit« sagte er 2014: »Ich bin so ein bisschen der Papa für viele.« Das schätzten die Mitglieder an ihm, und sie wussten, dass für ihn die jüdische Gemeinde eine Herzensangelegenheit war. Er ging auf die Sorgen seiner Mitglieder ein. Bernhard Effertz starb am 21. November im Alter von 73 Jahren. Er hinterlässt seine Frau Ava, die Töchter Hannah und Daniela sowie zahlreiche Enkelkinder.  hh/ja

Judith Neuwald-Tasbach

Judith Neuwald-Tasbach ist alte und neue Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Gelsenkirchen. Bei ihrer konstituierenden Sitzung im Herbst bestimmte die Repräsentanz darüber hinaus Efim Maschinski und Ludmila Ismakova zu ihren beiden Stellvertretern. Der Repräsentanz gehören Lilia Kostenych und Alfred Lipitz an.  ja

Münster

Jüdische Gemeinde wehrt sich gegen israelfeindliche Kundgebung

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Gespräch

Bedrohung und Staatsversagen

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Würzburg

Gepäckstücke erinnern

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Nachruf

Zeitzeuge, Wissenschaftler, Gabbai

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Hannover

Tausende spenden für Familie

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Jahrestag

In kleinem Rahmen

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Fraenkelufer

Mufleta mit Schwarzwälder Kirsch

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München

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von Helmut Reister  23.04.2020