»WIZO gets in touch«

Auf Tuchfühlung mit der Kunst

Die Kunst feiern in der reihe »WIZO gets in touch« Foto: Rafael Herlich

Unterschiedlicher als die Arbeiten von Daniel Woeller und Eitan Vitkon können Fotografien kaum sein. Beide Künstler setzen sich mit Israel auseinander. Der eine, Eitan Vitkon, weil er dort geboren ist, und weil er seine Liebe und seinen Hass zu dem Land in seinen Bildern ausdrücken möchte. Der andere, Daniel Woeller, ein Frankfurter, weil er sich auf Spurensuche begeben hat in das Land seines Vaters, auch wenn dieser nie mit dem Sohn über sein Judentum gesprochen hat.

Dank des Engagements der beiden Kunstexpertinnen Nicole Wiener und Susana Shaker lud die WIZO Frankfurt am vergangenen Donnerstag zu dem mittlerweile dritten Event der Reihe »WIZO gets in touch« in den Pop‐up‐Store »Kollekt« ein. Zu sehen waren die Arbeiten von Woeller und Vitkon.

Dialog Die Idee zu diesem Event hatten Nicole Faktor, Vizepräsidentin der WIZO Deutschland, und Cathy Miller, Mitglied des Frankfurter WIZO‐Vorstands. »Brücken bauen, Kommunikation und Austausch anregen« – so umschreibt Nicole Faktor die WIZO‐Reihe. »Wichtig ist uns dabei, dass es ein Thema gibt, sei es nun sozial, politisch oder kulturell, über das die Gäste miteinander reden. Wir wollen nicht einfach nur eine Party feiern, sondern zum Dialog anregen.« Gleichzeitig erinnerte sie daran, dass die WIZO, immerhin die weltweit größte Frauenorganisation, in zwei Jahren ihr 100‐jähriges Bestehen begehen wird.

Gefeiert wurde am vergangenen Donnerstag aber erst einmal die Kunst: Die Fotografien der beiden Künstler waren an gegenüberliegenden Wänden aufgehängt, sodass zwei unterschiedliche Eindrücke von Israel entstanden: mystisch, virtuos verfremdet von Vitkon – lakonisch, nüchtern von Woeller.

Fotografie Meisterwerke sind sie beide. Auch biografisch verbindet die beiden einiges: Sie sind fast gleich alt und haben zunächst Architektur studiert, bevor sie die Fotografie für sich entdeckten. »Deutsche Kunst und Künstler in Israel und israelische Kunst und Künstler in Deutschland zu fördern« – das ist das Konzept der Agentur »Shaker Wiener«, die diese Schau organisiert hat. »Wir haben uns vorgenommen, unsere persönlichen Kompetenzen und Erfahrungen und unsere Liebe zu Israel miteinander zu verbinden«, erklärt dann auch Nicole Wiener, neben Susana Shaker Agentur‐Partnerin.

Der Erfolg des Formats lässt sich bereits zahlenmäßig ermessen: Hunderte waren gekommen, das Interesse an den Fotografien war groß. Geplant ist, in jedem Jahr zwei bis dreimal ein Event von »WIZO gets in touch« zu organisieren. »Auch in dieser Hinsicht bedeutet diese Ausstellung einen Erfolg für unsere Agentur«, freuen sich Shaker und Wiener. Freuen konnten sich auch drei der Gäste, die hochwertige Preise gewannen.

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