Berlin

Auf der größten Bühne

Einsatz »für Demokratie, Respekt und Vielfalt«: Intendant Berndt Schmidt Foto: ddk

»Wir wollen jüdischem Leben und jüdischer Kultur eine große Bühne bieten, und zwar die größte, die das Land zu bieten hat.« Mit diesen Worten eröffnete Intendant Berndt Schmidt am Montagabend die Chanukkafeier im Friedrichstadt-Palast. Dort, wo sonst Tänzer und Sänger die Zuschauer begeistern, hatten sich die Gäste im Schein der acht Kerzen des Leuchters versammelt.

Schmidt verwies darauf, »dass der Palast auch jüdische Gene« habe: Die Theater- und Revuetradition des Hauses wurde 1919 von zwei Juden, Max Reinhardt und Erik Charell, begründet. Ihm sei es ein besonderes Anliegen, »dass wir uns einsetzen für Demokratie, Respekt und Vielfalt«. Eigentlich sollte dies eine Selbstverständlichkeit sein, aber in Tagen zunehmender Tabubrüche und Zumutungen wohl doch nicht mehr ganz so selbstverständlich, sagte der Intendant.

GÄSTE Schmidt begrüßte die Gäste gemeinsam mit Lala Süsskind vom Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus. Mit dabei waren unter anderem Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau, Zeitzeugin Margot Friedländer, Justizsenator Dirk Behrendt, Rogel Rachman von der israelischen Botschaft und der Grünen-Politiker Volker Beck.

Rabbiner Boris Ronis gab eine kurze Einführung in die Geschichte und Bedeutung des Lichterfestes. Die Chanukkafeier im Friedrichstadt-Palast fand nach der Premiere im vergangenen Jahr zum zweiten Mal statt. ddk

Frankfurt

Jüdische Gemeinde Frankfurt erhöht Druck auf Hessischen Rundfunk

Im Streit um das in der NS-Zeit enteignete Grundstück der örtlichen B’nai-B’rith-Loge stehen nun auch personelle Konsequenzen im Raum

 25.09.2026

Düsseldorf

Josef-Neuberger-Medaille für Grünen-Ministerin Mona Neubaur

Mit der Josef-Neuberger-Medaille ehrt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf seit über 30 Jahren Menschen oder Institutionen der nichtjüdischen Öffentlichkeit

 14.09.2026

Rosch Haschana

Neujahrswünsche von Friedrich Merz und Johann Wadephul

Zum jüdischen Neujahrsfest schicken der Bundeskanzler und der Bundesaußenminister Grußbotschaften an die jüdischen Gemeinden

 10.09.2026

Berlin

Wahlkampfdebatte im Gemeindehaus

Die Jüdische Gemeinde lud anlässlich der bevorstehenden Wahl die Spitzenkandidaten von CDU, Linken, Grünen und SPD zum Podiumsgespräch. Am Ende wurde mal wieder über Antisemitismusdefinitionen gestritten

von Debora Eller  10.09.2026

Viktoria Ladyshenski

Schleswig-Holstein

»Wir packen unsere Koffer«

Viktoria Ladyshenski, Geschäftsführerin der Jüdischen Gemeinschaft Schleswig-Holstein, warnt, dass die Gefahr durch linken und islamistischen Antisemitismus in Deutschland nicht ernst genug genommen wird

 08.09.2026

Sachsen-Anhalt

Landeszentrale unterstützt Fahrten von Schülern zu jüdischen Gemeinden

Seit Jahren können Schulklassen für Fahrten zu Gedenkstätten Zuschüsse beim Land Sachsen-Anhalt beantragen. Künftig soll auch jüdisches Leben sichtbar gemacht werden, weshalb das Land die Förderung ausweitet

 31.08.2026

Ehrung

Rabbiner Andreas Nachama erhält Berliner Moses-Mendelssohn-Preis         

Er gilt als eine zentrale Figur des jüdischen Lebens in Deutschland: der Rabbiner und Publizist Andreas Nachama. Nun erhält er eine besondere Auszeichnung

von Daniel Zander  31.08.2026

Memoiren

Und dennoch!

2012 erschienen die Lebenserinnerungen der Schoa-Überlebenden Charlotte Knobloch. Titel: »In Deutschland angekommen«. Heute sagt sie: »Ich habe mich getäuscht.« Jetzt legt deshalb ein weiteres Buch vor

von Christoph Renzikowski  21.08.2026

Straßenfest

Chabad Berlin feiert 30. Jubiläum

Drei Jahrzehnte jüdisches Leben: Mit einem Straßenfest möchte eine jüdische Gemeinde in Berlin nicht nur die eigene Geschichte feiern. Es soll auch ein Blick in die Zukunft geworfen werden

 20.08.2026