ITB

»Wir sind zurück«

»Wir sind
zurück«

ITB: Israels Touristiker gaben sich in Berlin zuversichtlich

»EL AL bringt den Tourismus zurück nach Israel.« Mit diesem Slogan war die nationale israelische Fluggesellschaft nach Berlin gekommen, zur ITB, der weltgrößten Tourismusmesse, die am Sonntag zu Ende ging. »Die Nachfrage steigt, deshalb bieten wir jetzt vier zusätzliche Flüge pro Woche an«, freute sich Deutschland-Manager Ben-Zion Malka.
Mit der relativen Beruhigung der politischen Lage kommen wieder mehr Urlauber ins Heilige Land. Die Zahl der deutschen Gäste war im vergangenen Jahr um 39 Prozent gestiegen. 2006 soll der Aufwärtstrend anhalten. 15 deutsche Reiseveranstalter haben Israel wieder ins Programm aufgenommen. Durch die zusätzliche Öffnung des Luftverkehrsmarktes, der sogenannten Open-Sky-Politik der Jerusalemer Regierung, können mehr Fluggesellschaften mehr Verbindungen nach Israel anbieten.
Optimismus war dementsprechend nicht nur bei den Verantwortlichen von EL AL, sondern auch bei den Kollegen anderer israelischer Airlines, Hotels und Veranstaltern angesagt. Israel war mit 33 Unternehmen bei der fünftägigen Messe un-
term Funkturm vertreten. Auch Tourismusminister Abraham Hirchson besuchte die ITB. Tagsüber führte er Gespräche mit Branchenvertretern, abends war er als Ehrengast unterwegs: Am Donnerstag im Hotel Spreebogen, in das EL AL zu einem Gala-Dinner geladen hatte. Gesangsstar Esther Ofarim unterhielt dort die Gäste mit ihrem musikalischen Begleiter Yoni Rechter. Am Mittwoch war Hirchson beim Israel-Abend des Staatlichen Verkehrsbüros im Szene-Club Goya am Nollendorfplatz, wo die israelische Band Gaya mit ihrem Erfolgshit »Yachad« und anderen Songs für Stimmung sorgte. Auch hier gab sich Westeuropa-Direktor Pinny Millo betont zuversichtlich: »Sechs Jahre haben wir einen solchen Abend nicht mehr veranstaltet, aber jetzt nehmen wir diese Tradition wieder auf. Auch das ist ein Zeichen, daß wir wieder zurück sind auf der touristischen Landkarte.« Detlef David Kauschke

Meinung

Erfolgreich ausgesessen

documenta: Der Vorwurf des Antisemitismus wiegt schwerer, als der Antisemitismus selbst

von Anna Staroselski  22.09.2022

Zahl der Woche

9.593.000 Menschen

Fun Facts und Wissenswertes

 22.09.2022

Standpunkt

Einfach besser machen

Die »Zehn Tage der Umkehr« dienen im Judentum der Reflexion und Reue. Unser Autor überlegt, ob nicht auch die documenta-Verantwortlichen jetzt Besserung geloben könnten

von Maram Stern  22.09.2022

Haus der Wannsee-Konferenz

Emotionaler Termin

Bundeskanzler Scholz und Israels Regierungschef Lapid treffen Schoa-Überlebende

von Lilly Wolter  12.09.2022

Diplomatie

Steinmeier begrüßt Herzog zu Staatsbesuch in Berlin

Israel Staatspräsident: »Jeder Besuch in Deutschland hat ein enormes persönliches Gewicht«

 04.09.2022

Berlin

Bundespräsident Steinmeier begrüßt Israels Präsidenten Herzog zu Staatsbesuch

Am Montag empfängt Bundeskanzler Olaf Scholz den Staatsgast

von Jörg Blank  04.09.2022

Meinung

Weltkirchenrat: Im Gespräch bleiben

Die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen wird von Antisemitismusvorwürfen überschattet. Der Dialog zwischen Juden und Christen darf aber nicht abreißen, findet unser Autor

von Rabbiner Andreas Nachama  31.08.2022

Meinung

Bosnien: Juden als Premierminister unerwünscht

Alexander Rhotert wünscht sich ein Ende der verfassungsmäßigen Ungleichstellung der nationalen Minderheiten von Bosnien und Herzegowina

von Alexander Rhotert  31.08.2022

Olympia-Attentat 1972

Olaf Scholz: »Eine gute Lösung finden«

Das bisherige Entschädigungsangebot der Bundesregierung lehnten die Hinterbliebenen der Opfer als zu gering ab. Nun scheint eine Einigung in greifbarer Nähe zu sein

 31.08.2022