Lena Gorelik

Unterhaltsam überspitzt

Unterhaltsam
überspitzt

Lena Gorelik las
aus ihrem
neuen Roman

Die 26-jährige Schriftstellerin Lena Gorelik ist zu Gast in der neuen Dependance der Literaturhandlung im Jüdischen Museum am Jakobsplatz. An diesem Ort soll die Tradition der Lesungen fortgesetzt werden in der Hoffnung, auch hier »diesen Geist wach werden zu lassen, der in einem Vierteljahrhundert großartiger Begegnungen und unentwegten Lernens entstanden ist«, sagte Gastgeberin Rachel Salamander bei der Begrüßung.
Lena Gorelik verkörpert für sie das »neue Judentum in Deutschland«. Geboren 1981 in Sankt Petersburg, kam Lena Gorelik 1992 als sogenannter Kontingentflüchtling mit ihrer Familie nach Deutschland. Da inzwischen mehr als zwei Drittel der Juden in Deutschland Zuwanderer aus Osteuropa sind, ist das Interesse zu erfahren, wie diese jüdische Gruppe in Deutschland ihr Leben erfährt und meistert, nahe liegend. Wenn es dann eine Stimme gibt, die literarisch unterhaltsam und satirisch überspitzt von diesem Leben erzählt, so wie es Lena Gorelik in ihren Romanen Meine Weißen Nächte und Hochzeit in Jerusalem (Schirmer Graf Verlag) tut, versteht man vieles noch besser. Natürlich spricht sie nicht für alle Emigranten aus der ehemaligen Sowjetunion. Denn kaum ein anderer Zuwanderer hat das erreicht, was Lena Gorelik gelungen ist.
Was sie in ihren Büchern sagt, hört man vielleicht nicht immer gern, aber, so Lena Gorelik nach der Lesung: »Ich hoffe, dass sich daraus eine Diskussion entwickelt. Mein Buch ist ein Angebot zum Reden.«
Wer mehr von Lena Gorelik hören will, kann dies im Jüdischen Museum am Jakobsplatz tun. In der Dauerausstellung im Untergeschoss findet man die Installation »Stimmen« mit Zitaten – Lenas Goreliks Stimme ist mit dabei. Marina Maisel

Iraner in Deutschland

»Einfach leben«

Der Exil-Iraner und Musikmanager Babak Shafian war bisher skeptisch, wenn es um den möglichen Fall des Mullah-Regimes ging. Diesmal ist er hoffnungsvoll. Der Grund dafür ist Israel

 04.03.2026

Demonstrierende schwenkten am Montag israelische und iranische Flaggen vor der israelischen Botschaft in Berlin und riefen „Danke, IDF!“.

Berlin

Zeichen gegen Teheran

Exil-Iraner demonstrierten vor Israels Botschaft in Berlin und drücken ihre Hoffnung auf einen Neuanfang aus

 03.03.2026

Botschafter Ron Prosor: Das Regime in Teheran steht mit dem Rücken zur Wand

Interview

»Ich bin für die klare Haltung Deutschlands dankbar«

Israels Botschafter Ron Prosor zu deutschen Reaktionen nach den Angriffen auf den Iran, zur Sicherheitslage israelischer und jüdischer Einrichtungen sowie zu einer Nachricht zu Purim

von Detlef David Kauschke  02.03.2026

Nahost

Iran greift erstmals europäisches Ziel an: Drohne trifft britischen Stützpunkt auf Zypern

Nach Ausrufung einer Sicherheitswarnung erschütterten Explosionen die Basis. Kampfjets der Royal Air Force hoben nach Angaben von Flugbeobachtern ab, um den Luftraum zu sichern

 02.03.2026

Zusammenfassung

Israels Armee: Wir greifen Ziele des iranischen Terrorregimes im Herzen von Teheran an

Der Iran hat mittlerweile bestätigt, dass etliche hochrangige Militärs wie Generalstabschef getötet wurden

 01.03.2026

Analyse

»Der Iran hat nicht die Schlagkraft«

Das iranische Regime kann den Angriffen von Israel und den USA aus Sicht des Politologen Maximilian Terhalle militärisch wenig entgegensetzen - und durchaus gestürzt werden

 28.02.2026

Deutschland

Höhere Sicherheitsmaßnahmen nach Angriff auf Iran

Hessen verstärkt die Sicherheitsvorkehrungen. Laut Innenministerium betrifft dies besonders jüdische, israelische und amerikanische Einrichtungen

 28.02.2026

Rabbinerausbildung

»Sehr bedeutsamer Schritt«

Die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und die Nathan Peter Levinson Stiftung beabsichtigen Kooperation

 19.02.2026

Brandenburg

Gesetzestreue Jüdische Landesgemeinde kritisiert Ministerium

Seit vielen Jahren versucht eine streng orthodoxe jüdische Gemeinde in Brandenburg, höhere staatliche Zuschüsse zu bekommen. Dafür werden auch immer wieder die Gerichte eingeschaltet

 18.02.2026