Anne Frank

»Schon damals fand ich’s super«

Frau Haberlandt, Sie haben im Argon Verlag zu Anne Franks 80. Geburtstag (vgl. Seiten 6 und 7) das berühmte Tagebuch als Hörbuch eingespielt. Wie waren Sie in Annes Alter?
Furchtbar! Fragen Sie mal meine Eltern! Die schlagen noch heute die Hände über dem Kopf zusammen. Die Pubertät ist eine schlimme Zeit.

Erinnern Sie sich, wie Sie das Tagebuch zum ersten Mal lasen?
Das war so mit zwölf, dreizehn. Ich hatte es mir in der Bibliothek ausgeliehen. Schon damals fand ich das Buch super, wenn ich das so sagen darf. Ich war erstaunt, worüber Anne sich so alles einen Kopf gemacht hat.

Welche Gedanken sind Ihnen durch den Kopf gegangen, als Sie das Tagebuch jetzt wieder gelesen haben?
Ich war verwundert, wie schnell man es liest. Anne schreibt so lebendig. Ich war überrascht, wie lustig das Buch teilweise ist. Anne leidet unter pubertären Schwankungen, aber sie weiß nicht, was auf sie zukommt. Wir wissen es, das macht es so furchtbar. Sie muss sehr wissbegierig und für ihr Alter unglaublich wach und intelligent gewesen sein.

Wie haben Sie sich auf das Hörbuchprojekt vorbereitet?
Ich habe viel im Internet recherchiert, Bücher gelesen, Filme angesehen. Vor allem aber habe ich immer wieder das Tagebuch gelesen. Es war mir wichtig, dass ich die Figur, der ich die Stimme gebe, in meinem Inneren finde. Ich hoffe, es ist mir gelungen, beim Lesen Anne Frank zu sein.

Was für eine Frau wäre Anne Frank heute, wenn sie überlebt hätte?
Schwer zu sagen. Ihre Zeitgenossen beschrieben sie oft auch als altklug und nervig. Aber aus den schwierigsten Kindern sind oftmals die anständigsten Erwachsenen geworden. Ich glaube, sie wäre eine intelligente, aufgeweckte, lebhafte und flinke Frau geworden.

Iraner in Deutschland

»Einfach leben«

Der Exil-Iraner und Musikmanager Babak Shafian war bisher skeptisch, wenn es um den möglichen Fall des Mullah-Regimes ging. Diesmal ist er hoffnungsvoll. Der Grund dafür ist Israel

 04.03.2026

Demonstrierende schwenkten am Montag israelische und iranische Flaggen vor der israelischen Botschaft in Berlin und riefen „Danke, IDF!“.

Berlin

Zeichen gegen Teheran

Exil-Iraner demonstrierten vor Israels Botschaft in Berlin und drücken ihre Hoffnung auf einen Neuanfang aus

 03.03.2026

Botschafter Ron Prosor: Das Regime in Teheran steht mit dem Rücken zur Wand

Interview

»Ich bin für die klare Haltung Deutschlands dankbar«

Israels Botschafter Ron Prosor zu deutschen Reaktionen nach den Angriffen auf den Iran, zur Sicherheitslage israelischer und jüdischer Einrichtungen sowie zu einer Nachricht zu Purim

von Detlef David Kauschke  02.03.2026

Nahost

Iran greift erstmals europäisches Ziel an: Drohne trifft britischen Stützpunkt auf Zypern

Nach Ausrufung einer Sicherheitswarnung erschütterten Explosionen die Basis. Kampfjets der Royal Air Force hoben nach Angaben von Flugbeobachtern ab, um den Luftraum zu sichern

 02.03.2026

Zusammenfassung

Israels Armee: Wir greifen Ziele des iranischen Terrorregimes im Herzen von Teheran an

Der Iran hat mittlerweile bestätigt, dass etliche hochrangige Militärs wie Generalstabschef getötet wurden

 01.03.2026

Analyse

»Der Iran hat nicht die Schlagkraft«

Das iranische Regime kann den Angriffen von Israel und den USA aus Sicht des Politologen Maximilian Terhalle militärisch wenig entgegensetzen - und durchaus gestürzt werden

 28.02.2026

Deutschland

Höhere Sicherheitsmaßnahmen nach Angriff auf Iran

Hessen verstärkt die Sicherheitsvorkehrungen. Laut Innenministerium betrifft dies besonders jüdische, israelische und amerikanische Einrichtungen

 28.02.2026

Rabbinerausbildung

»Sehr bedeutsamer Schritt«

Die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und die Nathan Peter Levinson Stiftung beabsichtigen Kooperation

 19.02.2026

Brandenburg

Gesetzestreue Jüdische Landesgemeinde kritisiert Ministerium

Seit vielen Jahren versucht eine streng orthodoxe jüdische Gemeinde in Brandenburg, höhere staatliche Zuschüsse zu bekommen. Dafür werden auch immer wieder die Gerichte eingeschaltet

 18.02.2026