UNO

Schlechter Ruf

Die Kritik zum zweiten Geburtstag des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen hätte kaum schärfer ausfallen können. In mehr als 20 Fällen habe das Gremium versäumt, die Verletzung der Menschenrechte anzuprangern, urteilte die New Yorker Organisation Human Rights Watch im vergangenen Jahr. Der Rat habe seine Beobachter aus Regionen abgezogen, die Beobachtung dringend nötig gehabt hätten. Zudem habe er schließlich »einen langen Strom einseitiger Resolutionen gegen Israel« verabschiedet, ohne die Menschenrechtsverletzungen der palästinensischen Seite in Betracht zu ziehen.
Dabei war der Menschenrechtsrat 2006 mit hohen Erwartungen gestartet. Er löste die UNO-Menschenrechtskommission ab, die sich einen notorisch schlechten Ruf erworben hatte, weil sich Staaten dort gegenseitig deckten. Trotz einiger Vorsichtsmaßnahmen dominierten die Vertreter is- lamischer Staaten auch das neue Gremium. Zudem gelang es notorischen Menschenrechtsverletzern wie Ägypten, Algerien, Aserbaidschan, Bangladesch, China, Kuba, Pakistan, Russland, Saudi-Arabien und Tunesien, in den Rat gewählt zu werden. Die USA wiederum hatten sich erst gar nicht nominieren lassen. Und nachdem sich der anti-israelische Kurs erneut manifestierte, zog sich Washington im Sommer 2008 auch von seinem Beobachterposten zurück. Barack Obamas UNO-Botschafterin Susan Rice muss entscheiden, ob es dabei bleibt. Matthias B. Krause

Stuttgart

Die Vorfreude steigt

Die Jüdische Allgemeine berichtet weiterhin live von der Jewrovision. Die Jugendzentren sind inzwischen nach und nach angekommen, das Madrichim-Team empfängt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort. Die Vorfreude auf die Show steigt!

 15.05.2026

Genf

Döpfner fordert beim World Jewish Congress entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus

Mit Blick auf die Hamas-Massaker vom 7. Oktober kritisiert der Springer-Chef die Reaktion: »Unmittelbar nachdem die Bilder der Opfer zu sehen waren, begann die Verharmlosung.«

 12.05.2026

In eigener Sache

Wir suchen Verstärkung

Wir suchen zum 1. Juli 2026 einen Politik-Redakteur (m/w/d) in Vollzeit

 07.05.2026

Jerusalem

Israel fordert von Großbritannien mehr Einsatz gegen Antisemitismus

Nach einem weiteren Terrorangriff auf Juden wirft Jerusalem London vor, die Lage nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Präsident Herzog: »Es ist an der Zeit, dass die Welt aufwacht.«

 30.04.2026

Polen

Israel fordert Konsequenzen nach Eklat mit Hakenkreuz-Flagge

Im Parlament hatte ein rechtsradikaler Abgeordneter eine israelische Flagge mit einem Hakenkreuz an Stelle des Magen David gezeigt

 22.04.2026

Brüssel

Deutschland und Italien bremsen EU-Vorstoß gegen Israels Assoziierungsabkommen

Spanien, Slowenien und Irland fordern eine Debatte über das Abkommen. Außenminister Wadephul bezeichnet den Vorstoß als »unangemessen«

 22.04.2026

Berlin

Urteil zu Angriff auf Lahav Shapira erwartet

Nach einem antisemitischen Angriff auf einen jüdischen Studenten in Berlin ist der Fall neu vor Gericht verhandelt worden. Im Mittelpunkt des Berufungsverfahrens steht die Höhe der Strafe. Ein Urteil wird am Montag erwartet

 13.04.2026 Aktualisiert

Fussball

Kopfball mit Kippa

Die Halle war voll, der Spaß groß: Zum ersten Mal trafen zwölf jüdische Teams beim Berlin Jewish Football Cup in Spandau aufeinander

von Jan Feldmann  01.04.2026

Podcast

»Arbeiten im Krieg ist eine große Herausforderung«

Zwischen Bomben und Bunker: Wie unsere Korrespondentin in Tel Aviv ihren Alltag erlebt

von Jan Feldmann, Sabine Brandes  01.04.2026