Berlin

Schimon Stein: Jüdisches Leben in Deutschland bleibt bedroht

Schimon Stein Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

Der ehemalige israelische Botschafter in Deutschland, Schimon Stein, zeigt sich skeptisch mit Blick auf den Schutz jüdischen Lebens in Deutschland.

»Der Schutz des jüdischen Lebens ist zum deutschen Mantra geworden«, sagte Stein dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Mittwoch). »Aber was bedeutet das in der realen Welt? Dass Juden hier frei von jeglicher Bedrohung leben können?« Das werde in absehbarer Zeit nicht passieren.

Die Botschaft Israels in Deutschland etwa werde ein Ziel für Terroristen bleiben, sagte Stein, der von 2001 bis 2007 Botschafter in der Bundesrepublik war. Bereits in dieser Zeit sei ein Palästinenser festgenommen worden, der ihn habe umbringen wollen.

Die Polizei hatte am Samstag in einer Geflüchtetenunterkunft nahe der deutschen Hauptstadt einen Verdächtigen aus Libyen verhaftet. Nach vorläufigen Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden soll er einen Anschlag auf die israelische Botschaft in Berlin geplant haben. Er sitzt wegen Terrorverdachts in Untersuchungshaft. kna

Polen

Israel fordert Konsequenzen nach Eklat mit Hakenkreuz-Flagge

Im Parlament hatte ein rechtsradikaler Abgeordneter eine israelische Flagge mit einem Hakenkreuz an Stelle des Magen David gezeigt

 22.04.2026

Brüssel

Deutschland und Italien bremsen EU-Vorstoß gegen Israels Assoziierungsabkommen

Spanien, Slowenien und Irland fordern eine Debatte über das Abkommen. Außenminister Wadephul bezeichnet den Vorstoß als »unangemessen«

 22.04.2026

Berlin

Urteil zu Angriff auf Lahav Shapira erwartet

Nach einem antisemitischen Angriff auf einen jüdischen Studenten in Berlin ist der Fall neu vor Gericht verhandelt worden. Im Mittelpunkt des Berufungsverfahrens steht die Höhe der Strafe. Ein Urteil wird am Montag erwartet

 13.04.2026 Aktualisiert

Fussball

Kopfball mit Kippa

Die Halle war voll, der Spaß groß: Zum ersten Mal trafen zwölf jüdische Teams beim Berlin Jewish Football Cup in Spandau aufeinander

von Jan Feldmann  01.04.2026

Podcast

»Arbeiten im Krieg ist eine große Herausforderung«

Zwischen Bomben und Bunker: Wie unsere Korrespondentin in Tel Aviv ihren Alltag erlebt

von Jan Feldmann, Sabine Brandes  01.04.2026

Video

Zwischen Matzen und Kneidlach: Stimmen aus einem koscheren Supermarkt

Kurz vor Pessach: Vorbereitungen auf den Feiertag – Stimmen aus »Kosherlife«

von Jan Feldmann  01.04.2026

Wirtschaft

Iran-Krieg treibt Inflation auf höchsten Stand seit 2024

Teurer Sprit, steigende Preise für Strom und Gas: Die Kämpfe im Nahen Osten haben schon im ersten Kriegsmonat die Verbraucherpreise angeheizt. Bald könnten auch andere Warengruppen betroffen sein

von Alexander Sturm und Christian Ebner  30.03.2026

Die israelische Raketenabwehr hat eine aus dem Libanon anfliegende Terror-Rakete im Visier.

Nahost

Libanon muss jetzt handeln

Die Hisbollah hat äußeren Druck jahrzehntelang in politische Stärke verwandelt. Doch ihr aktueller Legitimitätsverlust ist hausgemacht — und eröffnet dem Libanon erstmals die Chance, das Machtgefüge im eigenen Land zu verändern.

von Leo Benderski  26.03.2026

Berlin

»Grenzen der Erinnerung erweitern«

Argentinien hat von Israel die Präsidentschaft der International Holocaust Remembrance Alliance übernommen. In der Botschaft des südamerikanischen Landes wurde das mit einer Zeremonie gefeiert

 26.03.2026