Porträt

Rabbiner Gabor Lengyel

Foto: Nicole Strasser

Rabbiner Gábor Lengyel wurde am 13. Januar 1941 als Sohn einer modern-orthodoxen jüdischen Familie in Budapest geboren. Sein jüdischer Name ist Jitzchak ben Baruch Mosche Ha’Lewi. Er überlebte die Schoa im Ghetto von Budapest. Seine Barmizwa feierte Lengyel in einer orthodoxen Budapester Synagoge.

Zwischen 1956 und 1965 lebte Rabbiner Lengyel in Jerusalem und in Tel Aviv und diente auch in der israelischen Verteidigungsarmee. Im Spätsommer 1965 kam er zum Studium nach Deutschland und studierte an der Technischen Universität in Braunschweig. Zwischen 1972 bis 2003 arbeitete er als Ingenieur in international tätigen Industrieunternehmen und ist seit 1978 im jüdischen Leben und im christlich-jüdischen Dialog in Niedersachsen aktiv. Rabbiner Gabor Lengyel ist des Weiteren seit 2012 Lehrbeauftragter an der Leibniz Universität Hannover.

Sein Rabbinats- und PhD-Studium absolvierte Lengyel im konservativen Landesrabbinerseminar in Budapest und in Berlin am Abraham Geiger Kolleg.

Rabbiner Lengyel ist verheiratet. Er hat vier erwachsene Kinder und drei Enkelkinder.

Über seine langjährige Tätigkeit als Rabbiner und Seniorrabbiner der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover sagt Lengyel: »Ich sehe es seit unserer Gründung im Jahre 1995 als meine wichtigste Aufgabe an, unsere Mitglieder den jüdischen Werten und unserer Tradition näherzubringen. Mein lebensbegleitendes Motto (Pirkei Awot 4, 27): ‚Betrachte nicht den Krug, sondern dessen Inhalt‘.«

Die israelische Raketenabwehr hat eine aus dem Libanon anfliegende Terror-Rakete im Visier.

Nahost

Libanon muss jetzt handeln

Die Hisbollah hat äußeren Druck jahrzehntelang in politische Stärke verwandelt. Doch ihr aktueller Legitimitätsverlust ist hausgemacht — und eröffnet dem Libanon erstmals die Chance, das Machtgefüge im eigenen Land zu verändern.

von Leo Benderski  26.03.2026

Berlin

»Grenzen der Erinnerung erweitern«

Argentinien hat von Israel die Präsidentschaft der International Holocaust Remembrance Alliance übernommen. In der Botschaft des südamerikanischen Landes wurde das mit einer Zeremonie gefeiert

 26.03.2026

Nahost

Israels Kriegsstrategie gegenüber Iran und der Hisbollah

Israels Armee greift Irans Führung unerbittlich an. Es gibt jedoch warnende Stimmen: Die gezielten Tötungen von Anführern könnten das System noch radikaler machen. Welche Ziele verfolgt Israel?

von Sara Lemel  19.03.2026

Forschung

Ukraine öffnet Archiv über KZ-Häftlinge

Mitten im Krieg mit Russland öffnet die Ukraine historische Geheimarchive. Für Forschende über die NS-Zeit und die Sowjetische Besatzungszone soll der Zugang erleichtert werden

 11.03.2026

Jerusalem

Wadephul: Iranische Waffen gefährden »nicht nur Israel, sondern auch uns in Europa«

Bei seinem Besuch bei seinem Amtskollegen Gideon Sa’ar sei es auch um diese Frage gegangen: Wie kann dieser Konflikt irgendwann beendet werden, wenn man dem Iran die entscheidenden Waffen aus der Hand geschlagen hat?»

 11.03.2026

Reisen

Lufthansa setzt weiterhin viele Nahost-Flüge aus

Flüge nach Tel Aviv, Teheran und in andere Städte bleiben ausgesetzt. Lufthansa reagiert weiter auf die Lage im Nahen Osten – Charterflüge für Rückholaktionen laufen jedoch weiter.

 09.03.2026

Südlibanon

Zwei israelische Soldaten bei Hisbollah-Angriff getötet

Nach einer vorläufigen Untersuchung der israelischen Armee begann der Vorfall, als ein Panzer während eines Einsatzes stecken blieb

 08.03.2026

Washington

USA intervenieren gegen mögliche Russland-Hilfe für den Iran

Sondergesandter Steve Witkoff kritisiert Moskau dafür, dass es Teheran im Krieg zu unterstützen scheint

 08.03.2026

Iraner in Deutschland

»Einfach leben«

Der Exil-Iraner und Musikmanager Babak Shafian war bisher skeptisch, wenn es um den möglichen Fall des Mullah-Regimes ging. Diesmal ist er hoffnungsvoll. Der Grund dafür ist Israel

 04.03.2026