Feste

Purim, Pessach, Chanukka

von Daniela Breitbart

Was unterscheidet diese Nacht von allen anderen Nächten? Auf diese Frage gaben sechs Schülerinnen und Schüler der Yitzhak-Rabin-Schule in Düsseldorf in ihrer »Pessach«-Performance am Sonntag ausführlich Antwort. Auswendig rezitierten sie, als Haggada verkleidet, Auszüge aus der Geschichte vom langen und beschwerlichen Weg in die Freiheit und spielten einen Seder-Abend in der Familie nach – im Zeitraffer.
Unterstützt von einer Powerpoint-Präsentation mit Kinderzeichnungen demonstrierten die Schüler den Ablauf des Pessach-Mahls, erklärten die Bedeutung von Mazza, Bitterkräutern und Salzwasser und sangen die traditionellen Lieder. »Das war eine beeindruckende Leistung, auf die ich sehr stolz bin«, sagt Schulleiterin Heidelinde Foster.
Die Yitzhak-Rabin-Schule legt besonderen Wert auf die musisch-kulturelle Erziehung ihrer Schülerinnen und Schüler. Und so erlebten die über 200 Besucher der Johannes-Rau-Halle einen mehr als zweistündigen musikalisch-literarischen Streifzug durch das jüdische Jahr vom Neujahrsfest bis Chanukka. »Chag Sameach – Freue dich an deinem Feste ... und du sollst vollkommen fröhlich sein« – dieses Bibelzitat war Titel und Programm des bunten Nachmittags, den die Schule im Rahmen der Jüdischen Kulturtage veranstaltete. Mit Leidenschaft und Spielfreude präsentierten die Kinder Tänze, Lieder und Musik zu ausgewählten Festtagen. Auch ein Filmprojekt stellten die engagierten Schüler vor. Anschließend ließen die Gäste den Nachmittag bei Kaffee und Gebäck ausklingen.
»Die Aufführung war ein voller Erfolg«, freut sich Foster. »Wir wollten den Besuchern das jüdische Brauchtum offen zeigen, das sonst immer nur hinter verschlossenen Türen stattfindet – und das ist uns offensichtlich gelungen.«

Die Universität Pennsylvania will nicht auf die Forderung eingehen, Daten jüdischer Mitarbeitenden zu veröffentlichen.

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