Hadassah-Klinik

Mikroskopisch

Es ist kaum ein Dreivierteljahr her, dass Marlene Post das Krankenhaus Hadassah in Deutschland bekannter machen wollte. Im November vorigen Jahres hatte die Präsidentin von Hadassah International festgestellt, dass ihre Organisation hier noch relativ unbekannt ist (vgl. Jüdische Allgemeine vom 9. November 2006, Seite 20). Post wollte die Arbeit des Krankenhauses und seines Netzwerkes publik machen. »Wir möchten in Deutschland einen Kreis aufbauen, der uns finanziell unterstützt«, fügte sie als Wunsch hinzu.
In München sind diesem Wunsch jetzt Taten gefolgt: Knapp 100 Menschen haben sich in der vergangenen Woche im Gemeindezentrum Jakobsplatz zu einem Informationsabend getroffen. Nach einer Führung vom Präsidenten der Zionistischen Organisation, Robert Guttmann, durch die neue Synagoge berichtete Claes David Enk von der Arbeit der Hadassah-Klinik in Israel. Der Jerusalemer Professor konzentrierte sich dabei besonders auf die Beschreibung der Betreuung von Brandverletzten und Terroropfern. Das Krankenhaus, so betonte er, mache keinen Unterschied nach Herkunft oder Religion der Patienten. Die Ärzte würden sie in den meisten Fällen gar nicht einmal kennen.
Die Wahl des Themas an diesem Abend, Behandlung von Hauterkrankungen und Hauttransplantationen, war nicht zufällig gewählt. Die Münchner sammeln derzeit Spenden für die Anschaffung eines neuen Spezial-Mikroskops für die Hadassah-Klinik. Ein erstes Exemplar dieses neu entwicklelten Instruments steht bereits in der Dermatologie des Universitätsklinikums der städtischen Fachklinik in der Thalkirchner Straße. Ihr Direktor ist Thomas Ruzicka. Der international renommierte Medizin-Professor hat bereits fünf Hautärzte aus Israel mit der Arbeit an diesem Gerät vertraut gemacht.
Zugleich ist Ruzicka Präsident des Vereins »Deutsche Freunde der Hadassah Medical Relief Association«. Da versteht es sich fast von selbst, dass der Münchner Arzt auch eine regionale Freundesgruppe in München gegründet hat. Diese will nun 65.000 Euro sammeln für das Spezialmikroskop, mit dem ohne Gewebeentnahme Diagnosen vorgenommen werden können. Weitere 30.000 sponsert die Herstellerfirma. Claes David Enk weiß die Unterstützung zu würdigen: »Unsere Abteilung wird vor allem durch deutsche Spendengelder unterstützt«, betonte er. gue

Diplomatie

Israels Präsident begrüßt ersten Botschafter Somalilands

Als weltweit erstes Land hatte Israel vor einem halben Jahr die muslimisch geprägte Region im Norden Somalias als unabhängigen Staat anerkannt. Jetzt kommt der erste Botschafter nach Israel

 18.05.2026

Internationaler Strafgerichtshof

Bericht: Geheime internationale Haftbefehle gegen Ben-Gvir und andere

Haaretz berichtet über mögliche neue Schritte gegen mehrere israelische Minister und Militärvertreter

von Sabine Brandes  17.05.2026

Stuttgart

Die Vorfreude steigt

Die Jüdische Allgemeine berichtet weiterhin live von der Jewrovision. Die Jugendzentren sind inzwischen nach und nach angekommen, das Madrichim-Team empfängt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort. Die Vorfreude auf die Show steigt!

 15.05.2026

Genf

Döpfner fordert beim World Jewish Congress entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus

Mit Blick auf die Hamas-Massaker vom 7. Oktober kritisiert der Springer-Chef die Reaktion: »Unmittelbar nachdem die Bilder der Opfer zu sehen waren, begann die Verharmlosung.«

 12.05.2026

In eigener Sache

Wir suchen Verstärkung

Wir suchen zum 1. Juli 2026 einen Politik-Redakteur (m/w/d) in Vollzeit

 07.05.2026

Jerusalem

Israel fordert von Großbritannien mehr Einsatz gegen Antisemitismus

Nach einem weiteren Terrorangriff auf Juden wirft Jerusalem London vor, die Lage nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Präsident Herzog: »Es ist an der Zeit, dass die Welt aufwacht.«

 30.04.2026

Polen

Israel fordert Konsequenzen nach Eklat mit Hakenkreuz-Flagge

Im Parlament hatte ein rechtsradikaler Abgeordneter eine israelische Flagge mit einem Hakenkreuz an Stelle des Magen David gezeigt

 22.04.2026

Brüssel

Deutschland und Italien bremsen EU-Vorstoß gegen Israels Assoziierungsabkommen

Spanien, Slowenien und Irland fordern eine Debatte über das Abkommen. Außenminister Wadephul bezeichnet den Vorstoß als »unangemessen«

 22.04.2026

Berlin

Urteil zu Angriff auf Lahav Shapira erwartet

Nach einem antisemitischen Angriff auf einen jüdischen Studenten in Berlin ist der Fall neu vor Gericht verhandelt worden. Im Mittelpunkt des Berufungsverfahrens steht die Höhe der Strafe. Ein Urteil wird am Montag erwartet

 13.04.2026 Aktualisiert