geschichte

Kommunikation ist alles

geschichte
Kommunikation ist alles

Neuer Studiengang »Holocaust Studies« am Touro College in Berlin

von Johannes Boie

Das Studienangebot am kleinen, aber renommierten privaten Touro College in Berlin-Charlottenburg wird erweitert. Bislang absolvieren Studierende hier eine amerikanische Managementausbildung mit jüdischen Perspektiven. Nun will das neue »Lander Institute for Communication about the Holocaust and Tolerance« die geschichtliche und kommunikationswissenschaftliche Seite des College-Profils stärken. Instituts-Chef ist der Berliner Professor und Rabbiner Andreas Nachama. Nachama hat als Direktor der Stiftung Topographie des Terrors langjährige Erfahrungen an der Schnittstelle von Geschichte und Öffentlichkeitsarbeit gesammelt.
Genau in diesem Bereich ist auch der neue Masterstudiengang »Holocaust Communication and Tolerance« angesiedelt. Er richtet sich an Studenten, die bereits einen Bachelor-Abschluss in Geschichte, Politikwissenschaft oder einem verwandten Fach vorweisen können. Im Modul Holocaust Communication steht beispielsweise die Analyse von Holocaust-Darstellungen im öffentlichen Leben auf dem Lehrplan. Dabei lernen die Studenten auch, sich moderner Ausstellungsformen zu bedienen. Ein Praktikum in einer mit Zeitgeschichte befassten Einrichtung wird die Ausbildung abrunden. Der Studiengang startet zum Wintersemester 2007. Gelehrt wird in Englisch und Deutsch. Die Kosten betragen pro Semester 3.000 Euro. Viele Studierende können ihr Studium jedoch über ein Stipendium finanzieren. Besonders amerikanische Studierende könnten an dem Studiengang interessiert sein, glaubt man beim Touro College. Denn die historischen Schauplätze und die Archive voller Originaldokumente sind in greifbarer Nähe.
Vor etwa 120 Zuhörern hielt Gründungsdekan Andreas Nachama am vergangenen Donnerstag seine Antrittsvorlesung. In seinem Abriss über nicht nur jüdische Erinnerungskultur schlug er einen Bogen von den Texten Jesajas bis zum Hollywood-Spielfilm Schindlers Liste. »Zeitgeschichtliche Themen kommunizieren, aber auch Erkenntnistheorie im Habermas’schen Sinne lehren«, umriss der Nachama seine Vorstellung des neuen Studienganges. Doch der Historiker wurde auch konkreter: Die Absolventen sollten später in öffentlichkeitsnahen Berufen arbeiten können, sagte er, »etwa als Ausstellungsmacher, Journalisten oder auch Filmemacher.«

20. Juli 1944

Gedenken an gescheitertes Hitler-Attentat

Bundeskanzler Olaf Scholz wird bei der Veranstaltung sprechen

 19.07.2024

Angela Merkel

Sie gewann die Herzen der Israelis

Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am Mittwoch 70. Eine Würdigung von Shimon Stein

von Shimon Stein  17.07.2024 Aktualisiert

Nahost

Bundesregierung wirbt für Waffenstillstand im Gazastreifen

Im Auswärtigen Amt ermahnte ein Sprecher abermals Israel

 15.07.2024

USA

Terrorexperte: Attentatsbilder könnten Trump zum Märtyrer machen

Der Terrorexperte Peter R. Neumann meint, der Angriff könne erheblichen Einfluss auf den Wahlausgang haben

 15.07.2024

Berlin

Baerbock verzichtet auf Kanzlerkandidatur

Seit langem wird gerätselt, ob Außenministerin Annalena Baerbock bei der Bundestagswahl 2025 wieder als Kanzlerkandidatin der Grünen antreten will. Am Rande des Nato-Gipfels schafft sie nun Klarheit

von Jörg Blank  10.07.2024

Europaparlament

AfD formt neue Fraktion

Die Rechtspopulisten scheinen eine Gruppe kleiner Parteien um sich geschart zu haben

 10.07.2024

Thüringen

Landtag hebt Björn Höckes Immunität erneut auf

Dem AfD-Landeschef drohen schon wieder Ermittlungen

 10.07.2024

Film

Das macht Propaganda

Joachim Lang zeigt in seinem Spielfilm »Führer und Verführer« den Aufstieg von Joseph Goebbels zum zweiten Mann Nazideutschlands

von Rudolf Worschech  09.07.2024

Extremismus

Türkischer Verband legte Eilbeschwerde bei Sportgericht ein

Die Türkei ließ nichts unversucht, um eine Spielberechtigung für Merih Demiral nach dessen Sperre im Wolfsgruß-Eklat gegen die Niederlande zu bekommen.

von Jörg Soldwisch  08.07.2024