Dialog

Justizminister Buschmann reist nach Israel 

Foto: @ Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Justizminister Marco Buschmann (FDP) reist am Montag nach Israel. Auf dem Programm seines zweitägigen Aufenthalts stehen nach Angaben seines Ministeriums vom Sonntag unter anderem ein Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem sowie in Tel Aviv die Eröffnung einer Ausstellung zur Geschichte seines Ministeriums in der NS-Zeit.

Zudem seien Treffen mit seinem Amtskollegen Jariv Levin, der Generalstaatsanwältin Gali Baharav-Miara und der Präsidentin des Obersten Gerichts, Esther Chajut, geplant. »Gegenstand der Gespräche sind rechtspolitische Themen, die in Israel und Deutschland aktuell diskutiert werden«, hieß es vom Ministerium.

Seit Wochen gehen in Israel regelmäßig Zehntausende gegen eine von der seit Ende 2022 amtierenden Regierung geplante Schwächung der Justiz auf die Straßen. Nach den Plänen soll das Parlament etwa mit einer einfachen Mehrheit Entscheidungen des Höchsten Gerichts aufheben können. Politiker sollen außerdem bei der Ernennung von Richtern mehr Einfluss erhalten. Am Montag ist die erste Lesung der umstrittenen Reform im Parlament geplant. Insgesamt durchlaufen Gesetzesvorhaben drei Lesungen.

Kritiker sehen die angekündigten Schritte als Gefahr für die demokratische Gewaltenteilung. Staatspräsident Isaac Herzog warnte vor einem verfassungsrechtlichen und sozialen Zusammenbruch Israels. Israels Regierung - die am weitesten rechts stehende, die das Land je hatte - argumentiert dagegen, das Höchste Gericht übe derzeit zu viel politischen Einfluss aus. Weil eine schriftliche Verfassung in Israel fehlt, kommt dem Gericht eine besondere Bedeutung bei der Wahrung von Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten zu.

»Mit meiner Reise möchte ich meinen Beitrag leisten: Für die Aufarbeitung der Deutschen Geschichte, für einen Ausbau unserer Partnerschaft, für die Stärkung des Rechtsstaates und der liberalen Demokratie«, teilte Buschmann mit. Gerade in turbulenten Zeiten sei dies besonders wichtig.

Innerhalb der Bundesregierung hatte es zuletzt Irritationen um Buschmanns Reisepläne nach Israel gegeben. dpa/ja

Islamismus

Tagesspiegel-Vorwürfe gegen Karoline Preisler: Nun antwortet die FDP-Politikerin

Hatte sie einen jungen Mann wegen einer Vornamensgleichheit zu Unrecht als CSD-Attentäter verdächtigt? Preisler widerspricht und beklagt, die Zeitung habe sie nicht zu Wort kommen lassen

 30.07.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

Trump: Netanjahu will, dass USA im Iran involviert bleiben

Unterschiedliche Interessen Israels und der USA sind im Iran-Krieg mehrfach zutage getreten. Kurz vor seinem Treffen mit Netanjahu deutet Trump an, dass die Differenzen nicht überwunden sind

 28.07.2026

In eigener Sache

Volontär/in gesucht

Wir suchen zum 15. Oktober 2026 einen Volontär (m/w/d) in Vollzeit

 06.07.2026

Holzstörche zur Geburt in Niederösterreich. Noch immer werden neben den klassischen Namen viele biblische Namen den Kindern gegeben.

Statistik

Diese hebräischen Vornamen in Österreich sind am beliebtesten

Österreichische Eltern wählen gern Klassiker. Unter den Top Ten sind auch viele Namen biblischen Ursprungs

von Nicole Dreyfus  04.07.2026

Bundesamt für Statistik

Dieser hebräische Vorname ist am beliebtesten bei Schweizer Eltern

Auch in der Schweiz wählen Eltern weiterhin häufig biblische Namen für ihr Neugeborenes

von Nicole Dreyfus  04.07.2026 Aktualisiert

Erhebung

Dieser hebräische Babyname ist in Deutschland am beliebtesten

Welche Namen geben Eltern ihren Sprösslingen in diesem Jahr am liebsten? In welchen Bundesländern gibt es Abweichungen?

 04.07.2026 Aktualisiert

Doha

Indirekte Gespräche zwischen Iran und USA sollen begonnen haben

Die Lage zwischen den USA und dem Iran bleibt weiter angespannt. Dennoch laufen nun Gespräche im Golfstaat Katar

 01.07.2026

Diplomatie

»25 Gründe, warum ich Israel vermisse«

Der deutsche Botschafter Steffen Seibert verlässt in wenigen Tagen nach vier Jahren das Land und kehrt zurück nach Berlin

von Sabine Brandes  30.06.2026

Resümee

Felix Klein: Lebensqualität für Juden hat sich verschlechtert

Nach acht Jahren im Amt wechselt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, im August den Job. Auf seine Amtszeit blickt der 58-Jährige mit gemischten Gefühlen zurück

von Corinna Buschow, Markus Geiler  29.06.2026