Tora-Rolle

Getrübte Freude

Als ein »für das jüdische Berlin einmaliges Ereignis« bezeichnete Rabbiner Yehuda Teichtal die Einweihung einer Torarolle am vergangenen Sonntag im Jüdischen Bildungszentrum an der Münsterschen Straße. Bereits eine Woche zuvor hatte es dort eine ähnliche Feier gegeben. »Durch einen unglaublichen zeitlichen Zusammenhang« konnte nun eine weitere Sefer Tora von einem Spender, der ungenannt bleiben wollte, entgegengenommen werden. Die Rolle wurde in Jerusalem geschrieben und in Berlin vollendet. Die letzten der 304.805 hebräischen Buchstaben wurden am Sonntag von Ehrengästen – darunter der Oberrabbiner der israelischen Stadt Holon, Yochanan Gurary, der Knessetabgeordnete Yakov Litzman (United Torah Judaism) und der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer, – und Betern der Synagoge geschrieben. Sie alle waren mit dabei, als die fertig geschriebene Rolle unter musikalischer Begleitung in einer großen Runde durch die Münstersche Straße bis in die Synagoge geleitet wurde. Die Feier wurde überschattet durch den Anschlag auf den Jüdischen Kindergarten, der zeitgleich bekannt wurde. Zentralratsgeneralsekretär Stephan J. Kramer: »Das ist infam. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies ein Zufall sein soll.« ddk

Reisen

Lufthansa setzt weiterhin viele Nahost-Flüge aus

Flüge nach Tel Aviv, Teheran und in andere Städte bleiben ausgesetzt. Lufthansa reagiert weiter auf die Lage im Nahen Osten – Charterflüge für Rückholaktionen laufen jedoch weiter.

 09.03.2026

Südlibanon

Zwei israelische Soldaten bei Hisbollah-Angriff getötet

Nach einer vorläufigen Untersuchung der israelischen Armee begann der Vorfall, als ein Panzer während eines Einsatzes stecken blieb

 08.03.2026

Washington

USA intervenieren gegen mögliche Russland-Hilfe für den Iran

Sondergesandter Steve Witkoff kritisiert Moskau dafür, dass es Teheran im Krieg zu unterstützen scheint

 08.03.2026

Iraner in Deutschland

»Einfach leben«

Der Exil-Iraner und Musikmanager Babak Shafian war bisher skeptisch, wenn es um den möglichen Fall des Mullah-Regimes ging. Diesmal ist er hoffnungsvoll. Der Grund dafür ist Israel

 04.03.2026

Demonstrierende schwenkten am Montag israelische und iranische Flaggen vor der israelischen Botschaft in Berlin und riefen „Danke, IDF!“.

Berlin

Zeichen gegen Teheran

Exil-Iraner demonstrierten vor Israels Botschaft in Berlin und drücken ihre Hoffnung auf einen Neuanfang aus

 03.03.2026

Botschafter Ron Prosor: Das Regime in Teheran steht mit dem Rücken zur Wand

Interview

»Ich bin für die klare Haltung Deutschlands dankbar«

Israels Botschafter Ron Prosor zu deutschen Reaktionen nach den Angriffen auf den Iran, zur Sicherheitslage israelischer und jüdischer Einrichtungen sowie zu einer Nachricht zu Purim

von Detlef David Kauschke  02.03.2026

Nahost

Iran greift erstmals europäisches Ziel an: Drohne trifft britischen Stützpunkt auf Zypern

Nach Ausrufung einer Sicherheitswarnung erschütterten Explosionen die Basis. Kampfjets der Royal Air Force hoben nach Angaben von Flugbeobachtern ab, um den Luftraum zu sichern

 02.03.2026

Zusammenfassung

Israels Armee: Wir greifen Ziele des iranischen Terrorregimes im Herzen von Teheran an

Der Iran hat mittlerweile bestätigt, dass etliche hochrangige Militärs wie Generalstabschef getötet wurden

 01.03.2026

Analyse

»Der Iran hat nicht die Schlagkraft«

Das iranische Regime kann den Angriffen von Israel und den USA aus Sicht des Politologen Maximilian Terhalle militärisch wenig entgegensetzen - und durchaus gestürzt werden

 28.02.2026