Christian Sievers

Fünf Minuten mit ZDF-Nahostkorrespondent Christian Sievers über seinen neuen Job

Herr Sievers, Sie sind seit Kurzem ZDF-Korrespondent in Tel Aviv. War das Ihr Traumjob?
Es ist zunächst mal viel Arbeit in einer unglaublich spannenden, faszinierenden und auch verstörenden Region. Es ist ein Leben mit vielen neuen Bekannten, interessanten Menschen, beeindruckenden Gesprächspartnern. Und es ist Alltag in einer hektischen mediterranen Großstadt. Wobei grüne Hügel, endlose Wüste und jahrtausendealte Monumente jeweils nur eine knappe Stunde entfernt liegen. So gesehen also sicher ein Traumjob. Oder?
Wie haben Sie sich auf die Aufgabe vorbereitet?
Oft hier gewesen. Augen offen gehalten. Viel zugehört. Viel diskutiert. Viel gelesen. Und – das ist das Tolle an dem Job – der angeborenen Neugier freien Lauf gelassen.

Sprechen Sie Hebräisch und oder Arabisch?
Weder noch, aber das wird sich ändern. Ich lerne bereits und werde das Angebot der israelischen und palästinensischen Kollegen hier im Studio in Anspruch nehmen. Die haben nämlich angekündigt, Grammatikfehler künftig knallhart zu korrigieren.

Können Sie versprechen, dass Sie die Phrase »Der Nahe Osten kommt nicht zur Ruhe« vermeiden?
Ich werde mich – wie bisher schon – sehr bemühen, ohne Phrasen und Floskeln auszukommen. Versprochen! Im Übrigen habe ich bereits eines gelernt: In dieser Region ist mit Überraschungen jederzeit zu rechnen.

Das Gespräch führte Michael Wuliger.

Forschung

Ukraine öffnet Archiv über KZ-Häftlinge

Mitten im Krieg mit Russland öffnet die Ukraine historische Geheimarchive. Für Forschende über die NS-Zeit und die Sowjetische Besatzungszone soll der Zugang erleichtert werden

 11.03.2026

Jerusalem

Wadephul: Iranische Waffen gefährden »nicht nur Israel, sondern auch uns in Europa«

Bei seinem Besuch bei seinem Amtskollegen Gideon Sa’ar sei es auch um diese Frage gegangen: Wie kann dieser Konflikt irgendwann beendet werden, wenn man dem Iran die entscheidenden Waffen aus der Hand geschlagen hat?»

 11.03.2026

Reisen

Lufthansa setzt weiterhin viele Nahost-Flüge aus

Flüge nach Tel Aviv, Teheran und in andere Städte bleiben ausgesetzt. Lufthansa reagiert weiter auf die Lage im Nahen Osten – Charterflüge für Rückholaktionen laufen jedoch weiter.

 09.03.2026

Südlibanon

Zwei israelische Soldaten bei Hisbollah-Angriff getötet

Nach einer vorläufigen Untersuchung der israelischen Armee begann der Vorfall, als ein Panzer während eines Einsatzes stecken blieb

 08.03.2026

Washington

USA intervenieren gegen mögliche Russland-Hilfe für den Iran

Sondergesandter Steve Witkoff kritisiert Moskau dafür, dass es Teheran im Krieg zu unterstützen scheint

 08.03.2026

Iraner in Deutschland

»Einfach leben«

Der Exil-Iraner und Musikmanager Babak Shafian war bisher skeptisch, wenn es um den möglichen Fall des Mullah-Regimes ging. Diesmal ist er hoffnungsvoll. Der Grund dafür ist Israel

 04.03.2026

Demonstrierende schwenkten am Montag israelische und iranische Flaggen vor der israelischen Botschaft in Berlin und riefen „Danke, IDF!“.

Berlin

Zeichen gegen Teheran

Exil-Iraner demonstrierten vor Israels Botschaft in Berlin und drücken ihre Hoffnung auf einen Neuanfang aus

 03.03.2026

Botschafter Ron Prosor: Das Regime in Teheran steht mit dem Rücken zur Wand

Interview

»Ich bin für die klare Haltung Deutschlands dankbar«

Israels Botschafter Ron Prosor zu deutschen Reaktionen nach den Angriffen auf den Iran, zur Sicherheitslage israelischer und jüdischer Einrichtungen sowie zu einer Nachricht zu Purim

von Detlef David Kauschke  02.03.2026

Nahost

Iran greift erstmals europäisches Ziel an: Drohne trifft britischen Stützpunkt auf Zypern

Nach Ausrufung einer Sicherheitswarnung erschütterten Explosionen die Basis. Kampfjets der Royal Air Force hoben nach Angaben von Flugbeobachtern ab, um den Luftraum zu sichern

 02.03.2026