Tischtennis

Fünf Minuten mit Greta Golbereg und Judith Weber über Tischtennis und das erste Gold

Sie haben im Tischtennis‐Doppel der Juniorinnen die erste Goldmedaille für die deutsche Mannschaft gewonnen. Wie fühlen Sie sich?
Judith Weber: Gut. Sehr gut sogar. Aus sportlicher Sicht war das für uns natürlich ein voller Erfolg. Mehr als Gold kann ein Sportler ja nicht erreichen.

Haben sich mit dem Gewinn Ihre Erwartungen an die Makkabiade erfüllt?
Greta Golbereg: Ja, natürlich. Aber auch neben den Sportwettkämpfen haben wir ganz viele schöne Dinge erlebt. Wir waren fast im ganzen Land unterwegs, haben Tel Aviv gesehen, Jerusalem besucht, Bat Jam, Rischon Le Zion. Die ganze Makkabiade war für uns bis jetzt ein unglaubliches Erlebnis.
Haben Sie Ihre Konkurrenz im Nachhinein denn richtig eingeschätzt?
Judith Weber: Wir wussten von Anfang an, dass die Konkurrenz sehr groß und stark ist. Besonders mit den Spielerinnen des israelischen und des russischen Teams hatten wir gerechnet. Deswegen haben wir uns auch im Vorfeld speziell darauf vorbereitet. Generell muss man aber sagen, dass alle Teams sehr gute und engagierte Spielerinnen haben.

Frau Golbereg, Sie waren zum ersten Mal bei der Makkabiade. Welchen Eindruck haben Sie gewonnen?
Greta Golbereg: Es ist wunderschön. Ich war ja bisher nur bei der europäischen Makkabiade in Rom dabei, und hier ist natürlich vieles anders. Die Menschen, die Trainingsbedingungen oder einfach das Wetter. Die Stimmung ist unglaublich. Am meisten hat mich allerdings die Eröffnungszeremonie beeindruckt.

Wodurch denn?
Greta Golbereg: Wir sind mit dem Tischtennisteam fast ganz vorne gelaufen. Die Atmosphäre im Nationalstadion in Ramat Gan ist schwer zu beschreiben. Es war einfach großartig. So viele Menschen zu sehen, die sich gegenseitig zujubelten. Das war schon einzigartig.

Frau Weber, für Sie war das die zweite Makkabiade. Fallen Ihnen Unterschiede zu der von vor vier Jahren auf?
Judith Weber: Eigentlich nicht. Außer, dass für mich die Abläufe nicht ganz so überraschend waren. Ich wusste ja, wie es sich anfühlt, bei der Eröffnung dabei zu sein. Trotzdem ist es jedes Mal etwas Besonderes, ins Stadion einzuziehen und so viele Menschen zu sehen.

Was ist für Sie beide das Fazit der Makkabiade?
Judith Weber: Wir haben viele jüdische Menschen getroffen. Die Makkabiade ist das größte Ereignis in der jüdischen Sportwelt. Wo sonst konnten wir Juden zum Beispiel aus Mexiko oder Australien kennenlernen. Aus sportlicher Sicht hat unsere Ju‐ niorenmannschaft viel erreicht: 3‐mal Gold, 1‐mal Silber und 2‐mal Bronze.

Mit den beiden Tischtennisspielerinnen sprach Katrin Richter.

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