Brüssel

EU-Kommission veranstaltet Austausch zu rituellem Schlachten

Foto: Getty Images/iStockphoto

Vertreter aus Politik und Religion erörtern am Donnerstag in Brüssel rechtliche Fragen um das traditionelle Schlachten im Judentum und Islam. Der eintägige nichtöffentliche Austausch auf Einladung der Europäischen Kommission steht in Zusammenhang mit der EU-Strategie zum Kampf gegen Antisemitismus und zur Förderung jüdischen Lebens in Europa. An dem Treffen nehmen Repräsentanten jüdischer und islamischer Verbände und Organisationen sowie christlicher Kirchen teil. Die Bundesregierung ist durch den Beauftragten für jüdisches Leben in Deutschland, Felix Klein, vertreten.

Hintergrund ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) in Luxemburg vom 17. Dezember 2020, das den EU-Mitgliedstaaten in der Frage des jüdischen Schächtens beziehungsweise der entsprechenden islamischen Schlachtmethode eine Abwägung zwischen Tierschutz und Religionsfreiheit erlaubt. In Belgien hatte das oberste Gericht im Oktober 2021 frühere Verbote betäubungslosen Schlachtens unter Verweis auf den EuGH für rechtens erklärt. In Frankreich und den Niederlanden ist das Schächten hingegen erlaubt; andere Länder streben noch eine Regelung an.

Die EU-Kommission will mit der Tagung zu diesem Thema nach eigenem Bekunden praktikable Lösungen voranbringen. Eingebunden sind mit Blick auf die betreffenden Grundrechte auch Europarat und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) sowie die Allianz der Zivilisationen als Einrichtung der UN. kna

Rabbinerausbildung

»Sehr bedeutsamer Schritt«

Die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und die Nathan Peter Levinson Stiftung beabsichtigen Kooperation

 19.02.2026

Brandenburg

Gesetzestreue Jüdische Landesgemeinde kritisiert Ministerium

Seit vielen Jahren versucht eine streng orthodoxe jüdische Gemeinde in Brandenburg, höhere staatliche Zuschüsse zu bekommen. Dafür werden auch immer wieder die Gerichte eingeschaltet

 18.02.2026

Die Universität Pennsylvania will nicht auf die Forderung eingehen, Daten jüdischer Mitarbeitenden zu veröffentlichen.

USA

Müssen US-Unis Informationen über jüdische Mitarbeiter herausgeben?

Die Universität Pennsylvania wehrt sich gegen die Forderung, persönliche Daten jüdischer Mitarbeitender auszuhändigen. Der Fall wird vor einem US-Bundesgericht verhandelt.

von Nicole Dreyfus  29.01.2026

Fernsehen

Wie Skandal-Camper Gil Ofarim erste Sympathie-Punkte sammelt

Kompliment und Kloppe für Gil Ofarim

von Aleksandra Bakmaz  29.01.2026

TV

Dschungelcamp: Gil Ofarim will nicht sprechen - oder doch?

Bei Hitze und Hunger schütten die Campteilnehmer sich gegenseitig ihr Herz aus. Am zweiten Tag in Down Under lassen die Dschungelbewohner tief blicken. Doch nicht jeder bekommt Mitleid

von Inga Jahn  02.02.2026 Aktualisiert

Leipzig

Gegensätzliche Nahost-Demos linker Gruppen 

Ein Team des MDR wurde aus der antiisraelischen Demo heraus angegriffen

 17.01.2026

TV-Tipp

Als David Bowie weinte: Arte-Doku beleuchtet die Schattenseiten eines musikalischen Genies

Oft feiern Filmporträts ihre Protagonisten mehr oder weniger unkritisch. Eine Arte-Doku über Popstar David Bowie wählt einen anderen Weg - und ist genau deshalb so gelungen

von Manfred Riepe  14.01.2026

Brandenburg

»Was soll der Scheiß?«: Nach Brandanschlag - Büttner übt scharfe Kritik an Linken-Spitze

Die Hintergründe

 10.01.2026

Antisemitismus

Die kruden Thesen eines AfD-Abgeordneten

Ein AfD-Parlamentarier teilte einen Instagram-Post, in dem die Rothschild-Familie mit dem Untergang der »Titanic« 1912 in Verbindung gebracht wird

 08.01.2026