Holocaust

Ehrung für »Gerechte unter den Völkern« im Roten Rathaus

Auszeichnung »Gerechte unter den Völkern« (Symbolfoto) Foto: Stephan Pramme

Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ehrt zwei Ehepaare aus Berlin und Brandenburg posthum für die Rettung verfolgter Juden während der Nazi-Diktatur. Sie gelten damit offiziell als »Gerechte unter den Völkern«. Aus diesem Anlass laden die Regierende Bürgermeisterin, Franziska Giffey (SPD), und der Botschafter des Staates Israel, Ron Prosor, am Mittwoch zu einer Feierstunde im Großen Saal des Roten Rathauses ein.

Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem vergibt seit 1963 den Ehrentitel »Gerechte/r unter den Völkern« an nichtjüdische Menschen, die während der Schoa ihr Leben riskiert haben, um Jüdinnen und Juden zu retten. Der Titel ist die höchste Ehrung des Staates Israel für nicht-jüdische Menschen.

»Für die deutsche Hauptstadt Berlin ist es eine große Ehre, dass zum zweiten Mal nach 2015 eine Veranstaltung in Verbindung mit der Gedenkstätte Yad Vashem im Roten Rathaus stattfindet«, sagte die Regierende Bürgermeisterin. »Für unsere Gesellschaft und für künftige Generationen ist es unverzichtbar, die schmerzhafte Erinnerung an den Holocaust und die NS-Diktatur wachzuhalten.«

Giffey wird nach Angaben der Senatskanzlei an der Feierstunde nicht teilnehmen. Sie ist wegen der Ministerpräsidentenkonferenz verhindert. An ihrer Stelle spricht Bürgermeisterin und Umweltsenatorin Bettina Jarasch (Grüne).

Eine Rede ist auch vom israelischen Botschafter angekündigt. »Mich bewegt es, dass wir das mutige Handeln zweier Ehepaare aus Berlin und Brandenburg ehren«, sagte Prosor. »Die Verleihung zeigt uns, dass es selbst in Berlin, wo auch mein Vater geboren wurde, Menschen gab, die für das Gute gekämpft und Menschlichkeit und Mitgefühl nicht vergessen haben.« dpa

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