Düsseldorf

Die Freundschaft feiern

NRW-Landtagspräsident André Kuper und der israelische Botschafter Ron Prosor (r.) Foto: Landtag NRW/Bernd Schälte

Es gibt ein Sprichwort, sagt der Düsseldorfer Unternehmer Amir Fass, das ungefähr so geht: »Die Israelis wissen, wie man das Flugzeug startet, und die Deutschen, die wissen, wie und wo das Flugzeug landet.«

Wenn beide Seiten zusammenarbeiten, dann können daraus nicht nur interessante Projekte entstehen, sondern Menschen begegnen sich, lernen voneinander und freunden sich vielleicht sogar an.

Um vor allem die Freundschaft zwischen Deutschland und Israel zu feiern, ist am Montagvormittag der nordrhein-westfälische Landtag in Düsseldorf für eine Feierstunde zum 75. Jahrestag der Staatsgründung Israels zusammengekommen.

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Fundament Der Präsident des Landtags, André Kuper, sagte zu Beginn der Feierstunde: »Wir danken heute dem Staat Israel und seinen Bürgerinnen und Bürgern, dass unsere Länder nach dem Menschheitsverbrechen Nazideutschlands an den Juden Freunde werden konnten. Die Aussöhnung zwischen unseren Völkern ist nach wie vor ein Wunder. Wir werden alles dafür tun, diese Freundschaft zu bewahren. Die staatliche Souveränität Israels ist Fundament unseres demokratischen Staatsverständnisses auch hier in Nordrhein-Westfalen. Herr Botschafter, nehmen Sie bitte unsere herzlichen Glückwünsche aus Nordrhein-Westfalen mit nach Israel.«

Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, betonte: »Nordrhein-Westfalen und Israel haben eine einzigartige Beziehung. Das jüdische Leben bei uns ist über Jahrhunderte gewachsen und hat die Entwicklung unseres Landes geprägt, wurde jedoch mit dem Menschheitsverbrechen der Schoa fast vollständig vernichtet.«

Die Freundschaft der beiden Länder zeige: Hass könne überwunden werden. Aussöhnung sei möglich. Frieden müsse unser aller Ziel bleiben. »Das ist vor allem heute so wichtig – in Zeiten, in denen ein furchtbarer Angriffskrieg auf europäischem Boden wütet.«

Staatsraison Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, forderte bei der Feierstunde die Unterstützung der Bundesrepublik bei der »Verteidigung Israels gegen Dämonisierung und Delegitimation« ein. Das Bekenntnis Deutschlands, wonach der Schutz Israels Teil der Staatsräson sei, müsse mit Inhalt und Leben gefüllt werden, so Prosor. Sonst stehe der Begriff nur als leere Parole.

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»Israel und die westliche Welt haben einen gemeinsamen Feind: die Mullahs und die Ayatollahs im Iran«, sagte Prosor vor dem NRW-Parlament, Spitzen der Landesregierung und jüdischen Landesverbänden sowie zahlreichen weiteren Gästen. »Die Stimme Deutschlands gegenüber dem iranischen Regime, das tagtäglich zur Vernichtung des jüdischen Staates aufruft, muss laut, deutlich zu hören sein.« Irans Revolutionsgarde müsse so schnell wie möglich auf die EU-Terrorliste.

Der Staat Israel war am 14. Mai 1948 ausgerufen worden. Staatsgründer David Ben Gurion hatte damals in Tel Aviv die Unabhängigkeitserklärung verlesen. kat/pr/dpa

Lesen Sie dazu mehr in der kommenden Ausgabe der Jüdischen Allgemeinen.

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

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