EILMELDUNG! Nach Angriff Israels auf Iran: Sicherheitsbehörden verstärken Schutz für jüdische Einrichtungen

Sinai-Grundschule

Die Entertainer

von Marina Maisel

Die Sinai-Schule feierte zum ersten Mal ihr traditionelles Sommerfest zum Schuljahresabschluss im Hubert-Burda-Saal im neuen Gemeindezentrum. In dieses Haus sind seit einem Jahr auch die Räume der Sinai-Schule eingebunden. Gleichzeitig wurde auch ein neues Konzept realisiert: eine Ganztags-Grundschule mit vielfältiger Förderung, Neigungsgruppen und einem speziellen Nachmittagsprogramm.
Die langjährige Direktorin der Sinai-Schule, Antonia Ungar, begrüßt alle Gäste herzlich und bedankt sich in erster Linie bei der Gemeindepräsidentin, Charlotte Knobloch, »die für die Belange der Sinai-Schule immer ein offenes Ohr hat«. Des Weiteren dankt Ungar den vielen Sponsoren und Unterstützern, dem Elternbeirat und den einzelnen Familien und Gemeindemitgliedern, die mit ihrem direkten Sponsoring die Schule unterstützen. Ihr großer Dank gilt auch allen Lehrern, Lehrerinnen und Mitarbeitern: »Mehr persönliches Engagement und eine solch hervorragende Arbeit des gesamten Teams werden Sie an keiner anderen Schule finden.«
»Die Erde ist nur ein Land« steht auf einem Plakat vor der Bühne des Hubert-Burda-Saals. Ein farbiges Wandbild schmückt die Bühne. Es zeigt in einem bunten Reigen mehr als hundert gemalte Kinderfiguren, die sich an den Händen halten. Flüsternd zeigen die Kinder ihren Familien ihre Figuren, die sie mit viel Begeisterung gemalt haben. »Wir sind alle Kinder dieser Welt« – das Motto dieses Sommerfestes passt ganz besonders für ein so großes Fest wie das der Sinai-Schule. Gerade hier, in dieser internationalen Familie, in der Kinder aus verschiedenen Ländern lernen, ist dieses Motto nicht nur eine These, sondern eine gelebte Tatsache. Egal ob Englisch oder Deutsch, Französisch, Russisch oder Hebräisch die Muttersprache der Sinai-Schulkinder ist, alle fühlen sich hier gut aufgehoben. Natali und Mischa sind Kinder dieser Schule und gleichzeitig die Hauptfiguren des Dokumentarfilms »Bei uns in der Sinai-Schule …«. Dieser schenkt den Gästen des Sommerfestes einen Blick in den Schulalltag. Wie Mathe Spaß machen und wie man singend Sprachen lernen kann, dies und noch viel mehr erfährt man in dem Streifen. Und auch ein Wunsch, den so ziemlich alle Kinder der Sinai-Schule haben, wird in diesem Film verraten: Jedes Mädchen möchte am Schabbat einmal die »Schabbat-Mutter« sein und die Kerze anzünden. Und jeder Junge möchte einmal »Schabbat-Vater« sein und den Kiddusch sprechen. Ihren wunderschönen Pausenhof, auf dem die Pausen »immer viel zu kurz sind«, ihre beeindruckende Turnhalle, wo »man sich richtig austoben kann«, und schließlich die Mensa, »wo das Essen immer so lecker schmeckt« – all das zeigen Natali und Mischa mit Stolz. Dabei vergessen sie natürlich nicht, an die vielen Freizeitangebote der Schule zu erinnern. Neben Chor, Theater- und Kunstgruppe verdient dabei ein großes Projekt besondere Beachtung: die wöchentliche Schulzeitung.
Nach der Filmvorführung gibt es ein musikalisches Potpourri mit Liedern und Tänzen aus der ganzen Welt. Die Klasse 3a zeigt ausgezeichnete Fremdsprachenkennt- nisse, als sie das Lied »Il était une fermière« in Originalsprache auf Französisch singt. Die Klasse 3b kann da mithalten und singt »Il cocodillo come fa« auf Italienisch. Als dann die 2a das populäre russische Lied »Katjuscha« anstimmt, zweifelt niemand mehr daran, dass Sinai-Schule-Kinder polyglott sind. Die Klasse 1a zeigt den ungarischen Tanz »Kéreti a nénémet«. Beide vierten Klassen haben eine ganze Reihe von Nummern einstudiert, die von afrikanischem Gesang mit Musik bis hin zu dem von Kindern und Publikum gleichermaßen beliebten jiddischen Medley reicht, wie »Als der Rebbe singt« oder »Tumbalalaika«. Die Feier beenden alle Kinder zusammen auf der Bühne. Bekleidet mit blauen T-Shirts, die auf dem Rücken ein großes Emblem und den Schriftzug Ganztagesgrundschule am Jakobsplatz tragen und Sinai-Schule München auf der Brust, singen alle Kinder zusammen, in einem riesigen vielstimmigen Chor die Europahymne.
Als sie dann noch die Hatikwa anstimmen, erheben sich alle im Saal und stimmen ein.

Rabbinerausbildung

»Sehr bedeutsamer Schritt«

Die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und die Nathan Peter Levinson Stiftung beabsichtigen Kooperation

 19.02.2026

Brandenburg

Gesetzestreue Jüdische Landesgemeinde kritisiert Ministerium

Seit vielen Jahren versucht eine streng orthodoxe jüdische Gemeinde in Brandenburg, höhere staatliche Zuschüsse zu bekommen. Dafür werden auch immer wieder die Gerichte eingeschaltet

 18.02.2026

Die Universität Pennsylvania will nicht auf die Forderung eingehen, Daten jüdischer Mitarbeitenden zu veröffentlichen.

USA

Müssen US-Unis Informationen über jüdische Mitarbeiter herausgeben?

Die Universität Pennsylvania wehrt sich gegen die Forderung, persönliche Daten jüdischer Mitarbeitender auszuhändigen. Der Fall wird vor einem US-Bundesgericht verhandelt.

von Nicole Dreyfus  29.01.2026

Fernsehen

Wie Skandal-Camper Gil Ofarim erste Sympathie-Punkte sammelt

Kompliment und Kloppe für Gil Ofarim

von Aleksandra Bakmaz  29.01.2026

TV

Dschungelcamp: Gil Ofarim will nicht sprechen - oder doch?

Bei Hitze und Hunger schütten die Campteilnehmer sich gegenseitig ihr Herz aus. Am zweiten Tag in Down Under lassen die Dschungelbewohner tief blicken. Doch nicht jeder bekommt Mitleid

von Inga Jahn  02.02.2026 Aktualisiert

Leipzig

Gegensätzliche Nahost-Demos linker Gruppen 

Ein Team des MDR wurde aus der antiisraelischen Demo heraus angegriffen

 17.01.2026

TV-Tipp

Als David Bowie weinte: Arte-Doku beleuchtet die Schattenseiten eines musikalischen Genies

Oft feiern Filmporträts ihre Protagonisten mehr oder weniger unkritisch. Eine Arte-Doku über Popstar David Bowie wählt einen anderen Weg - und ist genau deshalb so gelungen

von Manfred Riepe  14.01.2026

Brandenburg

»Was soll der Scheiß?«: Nach Brandanschlag - Büttner übt scharfe Kritik an Linken-Spitze

Die Hintergründe

 10.01.2026

Antisemitismus

Die kruden Thesen eines AfD-Abgeordneten

Ein AfD-Parlamentarier teilte einen Instagram-Post, in dem die Rothschild-Familie mit dem Untergang der »Titanic« 1912 in Verbindung gebracht wird

 08.01.2026