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„Den Mullahs in den Weg stellen“

„Den Mullahs in den Weg stellen“

Ronald S. Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses, trifft Bundeskanzlerin Merkel

Der neue Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC), Ronald S. Lauder, hat bei einem informellen Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine stärkere Rolle Deutschlands im Nahen Osten angemahnt. Sechs Jahrzehnte nach dem Holocaust sei Deutschland wieder zu einem in der Staatengemeinschaft respektierten Land geworden, das unter Merkel in der internationalen Politik eine mäßigende und ausgleichende Rolle spiele, unterstrich Lauder am Montag in Berlin. Deutschland sei „in der Welt zu einem Symbol geworden für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und den Schutz von Minderheiten“.
Lauder besuchte die Kanzlerin erstmals in seiner Rolle als WJC‐Chef. Begleitet wurde er von der Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte Knobloch, dem Präsidenten des Europäischen Jüdischen Kongresses, Moshe Kantor, und WJC‐Generalsekretär Michael Schneider.
„Ich bin mit dem Verlauf des Gesprächs sehr zufrieden“, sagte Lauder der Jüdischen Allgemeinen nach dem Treffen mit Merkel. „Wir sind bei allen wichtigen Themen auf einer Wellenlänge.“ Vor allem habe er seine Sorge über die Politik des Iran zum Ausdruck gebracht. „Wir dürfen nicht zulassen, dass Fanatiker wie Mahmud Ahmadinedschad die ganze Region destabilisieren“, sagte der WJC‐Präsident. Lauder plädiert für harte Sanktionen gegen Teheran, um die Regierung von ihren Atomplänen abzubringen. Dabei komme Deutschland eine wichtige Rolle zu. In einem Interview mit der „Bild“-Zeitung hatte Lauder zuvor die Europäer aufgerufen, sich „den Mullahs geschlossen in den Weg zu stellen“. Einige täten die iranischen Kriegsdrohungen gegen Israel als reine Rhetorik ab, kritisierte Lauder. Manche Europäer hätten auch die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm noch nicht verstanden.
Während seines Gesprächs mit Merkel plädierte Lauder zudem für harte Maßnahmen gegen den islamistischen Terrorismus. Außerdem unterstützte er Forderungen deutscher Organisationen nach einem jährlichen Antisemitismusbericht in Deutschland.

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