Vereinigte Staaten

Demonstranten in Washington D.C. fordern Waffenruhe in Nahost

Die Demonstranten in Washington forderten eine sofortige Waffenruhe im Anti-Terror-Krieg, in den Israel hineingezwungen wurde. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS


Hunderte Demonstrantinnen und Demonstranten haben in einem Gebäude des US-Parlaments in Washington eine Feuerpause im Krieg zwischen Israel und der islamistischen Hamas gefordert. Wie die Polizei am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte, kam es bei der Protestaktion im dem zum Kapitol gehörigen Cannon House Office Building zu Angriffen auf Einsatzkräfte. Etwa 300 Menschen seien festgenommen worden, berichteten US-Medien unter Berufung auf die Organisatoren.

Insgesamt hatten demnach etwa 400 Menschen in der Rotunde des Gebäudes protestiert. Demonstrationen seien in Kongressgebäuden jedoch verboten, teilte die Polizei mit. Fotos zeigten Teilnehmer mit T-Shirts, auf denen die Aufschrift »Not in Our Name« (»Nicht in unserem Namen«) zu lesen war. Organisiert hatten die Aktion nach Medienangaben die antizionistischen jüdischen Organisationen Jewish Voice for Peace und If Not Now. Der Antizionismus spricht dem Staat Israel das Existenzrecht ab.

Ein Raketeneinschlag an der Al-Ahli-Klinik im abgeriegelten Gazastreifen mit vielen Toten hat vor allem in arabischen und islamischen Ländern große Wut ausgelöst. Dort und auch in Deutschland gab es anti-israelische Demonstrationen.

Die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde hatte am Dienstagabend umgehend Israel für den Raketeneinschlag verantwortlich gemacht, arabische Nachbarstaaten schlossen sich dem an. Israel wies dies entschieden zurück und sprach vom Einschlag einer verirrten Rakete der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad. Auch die US-Regierung hält Israel nach »derzeitiger Einschätzung« nicht für verantwortlich. dpa

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