Vortrag

Cem Özdemir zu Gast bei B’nai-B’rith

Begeistert und überrascht waren die Besucher beim Vortragsabend von Cem Özdemir in der B’nai-B’rith-Loge. Logen-Präsidentin Anita Kaminski führte den in Bad Urach geborenen Sohn türkischer Gastarbeiter ein. Özdemir ist heute nicht nur deutscher Staatsbürger, sondern auch Politiker. Thema seines Vortrages: »Aufnahme der Türkei in die Europäische Union – Bollwerk gegen den radikalen Islamismus?«
Mit einem Schnelldurchgang durch die osmanische und türkische Geschichte erklärte der studierte Sozialpädagoge die Entwicklung der modernen Türkei – von einem multikulturellen Staat zu einem, der gerade dabei ist, seine verschiedenen Ethnien wieder zu entdecken. Dass zum Beispiel die Griechen aus der Türkei, für deren Existenz sie sich mit eingesetzt hatten, das Land verlassen mussten, weil sie Christen waren und andererseits Albaner in das Land kamen, nur weil sie Moslems waren, das gehöre zu dem historischen Ballast ebenso wie der Wunsch nach Eigenständigkeit der Kurden, die erst seit Kurzem ihre eigene Sprache wieder verwenden dürfen. Für viele der Zuhörer war es eine große Überraschung, dass der Grünen-Politiker eine Chance gerade in dem konservativen Staatschef Erdogan sieht, dessen Frau bewusst das Kopftuch trägt. Das offene Bekenntnis zur eigenen Identität sei auch eine Möglichkeit für andere Gruppen, ihre Identität zu zeigen. Dass der frühere Europa-Abgeordnete und heutige Grünen-Chef, der kurz vor dem Logenbesuch Israel besucht hatte, entschieden gegen Antisemitismus eintritt, brachte ihm noch zusätzlichen Applaus. Miryam Gümbel

Islamismus

Tagesspiegel-Vorwürfe gegen Karoline Preisler: Nun antwortet die FDP-Politikerin

Hatte sie einen jungen Mann wegen einer Vornamensgleichheit zu Unrecht als CSD-Attentäter verdächtigt? Preisler widerspricht und beklagt, die Zeitung habe sie nicht zu Wort kommen lassen

 30.07.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

Trump: Netanjahu will, dass USA im Iran involviert bleiben

Unterschiedliche Interessen Israels und der USA sind im Iran-Krieg mehrfach zutage getreten. Kurz vor seinem Treffen mit Netanjahu deutet Trump an, dass die Differenzen nicht überwunden sind

 28.07.2026

In eigener Sache

Volontär/in gesucht

Wir suchen zum 15. Oktober 2026 einen Volontär (m/w/d) in Vollzeit

 06.07.2026

Holzstörche zur Geburt in Niederösterreich. Noch immer werden neben den klassischen Namen viele biblische Namen den Kindern gegeben.

Statistik

Diese hebräischen Vornamen in Österreich sind am beliebtesten

Österreichische Eltern wählen gern Klassiker. Unter den Top Ten sind auch viele Namen biblischen Ursprungs

von Nicole Dreyfus  04.07.2026

Bundesamt für Statistik

Dieser hebräische Vorname ist am beliebtesten bei Schweizer Eltern

Auch in der Schweiz wählen Eltern weiterhin häufig biblische Namen für ihr Neugeborenes

von Nicole Dreyfus  04.07.2026 Aktualisiert

Erhebung

Dieser hebräische Babyname ist in Deutschland am beliebtesten

Welche Namen geben Eltern ihren Sprösslingen in diesem Jahr am liebsten? In welchen Bundesländern gibt es Abweichungen?

 04.07.2026 Aktualisiert

Doha

Indirekte Gespräche zwischen Iran und USA sollen begonnen haben

Die Lage zwischen den USA und dem Iran bleibt weiter angespannt. Dennoch laufen nun Gespräche im Golfstaat Katar

 01.07.2026

Diplomatie

»25 Gründe, warum ich Israel vermisse«

Der deutsche Botschafter Steffen Seibert verlässt in wenigen Tagen nach vier Jahren das Land und kehrt zurück nach Berlin

von Sabine Brandes  30.06.2026

Resümee

Felix Klein: Lebensqualität für Juden hat sich verschlechtert

Nach acht Jahren im Amt wechselt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, im August den Job. Auf seine Amtszeit blickt der 58-Jährige mit gemischten Gefühlen zurück

von Corinna Buschow, Markus Geiler  29.06.2026