Berlin

Beginn der Konferenz »Actions Matter«

Die Konferenz findet im Axica-Tagungszentrum in Berlin statt. Foto: picture alliance / REUTERS

Heute wird in Berlin die Antisemitismus-Konferenz »Actions Matter« eröffnet. Bis Dienstagabend werden über 100 Experten aus Deutschland, Israel und weiteren Ländern über verschiedene Formen des Judenhasses sowie mögliche Gegenstrategien diskutieren.

Gastgeber der Tagung ist das European Leadership Network (ELNET), das sich für eine starke Verbindung zwischen Israel und europäischen Ländern einsetzt.

»Seit Jahren nehmen antisemitische Straftaten in Europa wieder zu«, sagt der Executive Director von ELNET Deutschland, Carsten Ovens, im Vorfeld der Konferenz. »Ein konzentriertes internationales Vorgehen gegen Antisemitismus ist daher zwingend notwendig.«

Mit der Tagung schaffe man eine Plattform, »um den internationalen Austausch sowie die Entwicklung gemeinsamer Strategien zu fördern«. Antisemitismus könne man »nur gemeinsam wirkungsvoll begegnen«, so Ovens.

Eröffnung Am späten Nachmittag besuchen die Konferenzteilnehmer zunächst das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Hier wird die Bundestagsvizevorsitzende Petra Pau (Linke) eine Ansprache halten. Bei der anschließenden feierlichen Eröffnung der Tagung im Clärchens Ballhaus wird es ein Grußwort der Bundestagsabgeordneten Rita Schwarzelühr-Sutter.

Der Auftritt des israelischen Diasporaministers Amichai Chikli (Likud) muss dagegen ausfallen: Er musste laut eines Berichts der »Jerusalem Post« seinen Berlin-Aufenthalt wegen der schwierigen Situation in Israel um einen Tag verkürzen.

Die Konferenz beginnt am Dienstagmorgen im Axica-Tagungszentrum mit einem Grußwort des ehemaligen Bundespräsidenten und Schirmherrn der Veranstaltung, Christian Wulff. Es folgt eine Podiumsdiskussion, unter anderem mit der Antisemitismusbeauftragten der Europäischen Kommission, Katharina von Schnurbein, und Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung.

In vier Workshops werden im Anschluss spezifische Themen vertieft. Zu den Referenten zählen der Grünen-Bundestagsabgeordnete Philip Krämer oder der Baseler Professor für Jüdische Studien, Alfred Bodenheimer. Auf dem abschließenden Podium werden dann unter anderem Volker Beck, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, und Benjamin Steinitz, Bundesvorsitzender der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus, sitzen. js

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