Dänemark

Angreifer auf israelische Botschaft vor Gericht

Die israelische Botschaft in Kopenhagen (Archivfoto) Foto: imago images/Ritzau Scanpix

Zwei junge Schweden sollen die israelische Botschaft in Kopenhagen vor etwas mehr als einem Monat explizit mit Handgranaten ins Visier genommen haben. Ihre Absicht ist nach Ansicht der Ermittler gewesen, Menschen in der Botschaft zu verletzen oder zu töten. Das geht aus den Anschuldigungen der Strafverfolgung hervor, die nach Angaben der Nachrichtenagentur Ritzau bei einem Haftprüfungstermin vor dem Amtsgericht von Kopenhagen hinter verschlossenen Türen verlesen wurden. Den 17 und 19 Jahre alten Verdächtigen werden unter anderem Verstöße gegen den dänischen Terrorparagrafen vorgeworfen. Sie stritten die Terrorvorwürfe nach Ritzau-Angaben ab.

In der Nacht zum 2. Oktober war es nahe der Botschaft in Hellerup im Norden des Großraums Kopenhagen zu zwei Explosionen gekommen. Die Handgranaten sollen dabei nicht die Botschaft getroffen haben, sondern eine Dachterrasse eines Hauses ganz in der Nähe. Verletzt wurde niemand, es entstanden aber größere Schäden. Die beiden Schweden waren noch am selben Tag am Kopenhagener Hauptbahnhof festgenommen worden. 

Am Vorabend der Explosionen waren außerdem Schüsse auf die israelische Botschaft in Schwedens Hauptstadt Stockholm abgegeben worden. Die schwedische Staatsanwaltschaft geht von einem Zusammenhang zwischen den Taten aus. Der schwedische Nachrichtendienst Säpo vermutet, dass der Iran an den Taten beteiligt gewesen sein könnte.

Holocaust-Gedenken

Wagner und Mendel kritisieren Yad-Vashem-Entscheid

In Deutschland sollen zwei Niederlassungen der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem entstehen. Der jüdische Wissenschaftler Meron Mendel und der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, sehen das in Teilen kritisch

 29.05.2026

Reisen

Kein Parkplatz am Ben-Gurion-Flughafen

US-Militärjets blockieren 70 Prozent des Flughafens. Flüge fallen aus, Airlines bleiben weg und kurz vor dem Sommer herrscht große Unsicherheit

von Sabine Brandes  29.05.2026

Diplomatie

Israels Präsident begrüßt ersten Botschafter Somalilands

Als weltweit erstes Land hatte Israel vor einem halben Jahr die muslimisch geprägte Region im Norden Somalias als unabhängigen Staat anerkannt. Jetzt kommt der erste Botschafter nach Israel

 18.05.2026

Internationaler Strafgerichtshof

Bericht: Geheime internationale Haftbefehle gegen Ben-Gvir und andere

»Haaretz« berichtet über mögliche neue Schritte gegen mehrere israelische Minister und Militärvertreter

von Sabine Brandes  17.05.2026

Stuttgart

Die Vorfreude steigt

Die Jüdische Allgemeine berichtet weiterhin live von der Jewrovision. Die Jugendzentren sind inzwischen nach und nach angekommen, das Madrichim-Team empfängt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort. Die Vorfreude auf die Show steigt!

 15.05.2026

Genf

Döpfner fordert beim World Jewish Congress entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus

Mit Blick auf die Hamas-Massaker vom 7. Oktober kritisiert der Springer-Chef die Reaktion: »Unmittelbar nachdem die Bilder der Opfer zu sehen waren, begann die Verharmlosung.«

 12.05.2026

In eigener Sache

Wir suchen Verstärkung

Wir suchen zum 1. Juli 2026 einen Politik-Redakteur (m/w/d) in Vollzeit

 07.05.2026

Jerusalem

Israel fordert von Großbritannien mehr Einsatz gegen Antisemitismus

Nach einem weiteren Terrorangriff auf Juden wirft Jerusalem London vor, die Lage nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Präsident Herzog: »Es ist an der Zeit, dass die Welt aufwacht.«

 30.04.2026

Polen

Israel fordert Konsequenzen nach Eklat mit Hakenkreuz-Flagge

Im Parlament hatte ein rechtsradikaler Abgeordneter eine israelische Flagge mit einem Hakenkreuz an Stelle des Magen David gezeigt

 22.04.2026