Kino

Zion in Düsseldorf

Das Düsseldorfer Filmfestival in der Black Box (Schulstraße 4) hat nicht nur einen neuen Namen: »Paul‐Spiegel‐Filmfest« und einen neuen Kurator (vgl. Seite 9), es zeigt auch eine Première: den Dokumentarfilm Married to the Marimba (22. Januar, 17 Uhr). Das Werk erzählt die Geschichte des 1960 in New York geborenen Jacobowitz, der als Straßenmusiker Xylophon spielt, erste Preise gewinnt, in den bekanntesten Orchestern mitwirkt und während eines Kibbuz‐Aufenthaltes seinen Weg zum Judentum findet.

In der Reise des Personalmanagers fährt ein israelischer Firmenchef mit der Leiche einer Angestellten bis tief nach Rumänien; eine Reise voller neuer Begegnungen mit Menschen und ihren Kulturen – und mit sich selbst (23. Januar, 20 Uhr).

Probe Die Ukraine, kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges. Die beiden jüdischen Kinder Abrascha und Larissa gelten als musikalische Wunderkinder und werden von der Kommunistischen Partei hofiert. Die Tochter des lokalen deutschen Bierfabrikanten Hanna wünscht sich, mit den Beiden befreundet zu sein. Doch die Freundschaft wird im Krieg auf eine harte Probe gestellt (25. Januar, 19 Uhr).

Bahia hat in Der Name der Leute eine ganz persönliche Strategie gefunden, nationalistisches Gedankengut zu bekämpfen: Sie schläft mit politisch rechts stehenden Männern, um diese ideologisch zu bekehren. Doch dann lernt sie den linksorientierten Arthur kennen (26. Januar, 20 Uhr).

Der Film Sholem Aleichmen erzählt, wie aus Solomon Rabinovitz an der Schwelle zwischen jüdischer Tradition und Aufklärung der jiddische Dichter Scholem Aleichem, der gefeierte »jüdische Mark Twain«, wurde. Seine Werke sind heute Klassiker der jiddischen Literatur. Als Aleichem am 13. Mai 1916 in New York starb, waren an‐ geblich alle jüdischen Geschäfte geschlossen (24. Januar, 21 Uhr).

Miriam Weissenstein und der Fotoladen »Pri‐Or Photo House« sind eine Institution in Tel Aviv. Doch der Laden, der alle prägenden Momente des jüdischen Staates seit seiner Gründung als Fotos versammelt, ist in seiner Existenz bedroht. In ihrem preisgekrönten Film Life in Stills dokumentiert die israelische Regisseurin Tamar Tal das Engagement der 96‐Jährigen und ihres Enkels für den Erhalt des Geschäfts und des einzigartigen Archivs der bewegten is‐ raelischen Geschichte (22. Januar, 21 Uhr).

Aus mehr als 300 Einsendungen hat eine Jury 16 Plakate von jungen europäischen und israelischen Künstlern ausgewählt, die sich anlässlich des Holocaust‐Gedenktages am 27. Januar mit der Bedeutung der Schoa für unsere Gegenwart auseinandersetzen.

Erfurt

Wort und Wahrheit

Eine Vortragsreihe beschäftigt sich mit der Bedeutung von Schrift und Sprache im jüdischen Leben

 19.06.2019

Porträt der Woche

»Es ist kompliziert«

Paula‐Irene Villa Braslavsky ist Genderforscherin in München und tanzt gerne Tango

von Till Schmidt  19.06.2019

Nachruf

»Sein Leben der Schlichut gewidmet«

Eliyos Paz, Repräsentant von Bnei Akiva Deutschland, ist im Alter von nur 33 Jahren gestorben

 18.06.2019