Dresden

Zeichen gegen Antisemitismus

Synagoge in Dresden Foto: dpa

Zum zweiten Mal hat anlässlich des jüdischen Holocaustgedenktages Jom Haschoa am Sonntag ein »Marsch des Lebens« in Dresden stattgefunden.

Er führte vom ehemaligen Leipziger Bahnhof entlang markanter Orte jüdischen Lebens in Vergangenheit und Gegenwart zum Neumarkt, wie die Veranstalter mitteilten. Die Versöhnungs- und Gedenkmärsche werden dieses Jahr in weltweit 80 Städten ausgerichtet. Sie sollen ein Zeichen gegen Antisemitismus und für die Freundschaft mit Israel setzen.

ehrengäste Mit dem Auftakt am ehemaligen Leipziger Bahnhof sollte konkret daran erinnert werden, dass von dort 1942 und 1943 mehr als 500 Dresdner Juden mit Zügen in Ghettos und Vernichtungslager deportiert wurden. Unter den Ehrengästen beim »Marsch des Lebens« in Dresden waren auch Vertreter der israelischen Knesset. Außerdem nahmen Vertreter von Stadtverwaltung und Stadtrat Dresden, der evangelischen Kirche und der Jüdischen Gemeinde Dresden teil. epd

Brief

Wie erinnert ihr euch heute?

Unsere Autorin schreibt über ihren Großvater – er hat Auschwitz und einen »Todesmarsch« überlebt

von Eva Lezzi  26.01.2020

Porträt der Woche

Die Umweltrebellin

Maayan Bennett absolvierte ein Freiwilligenjahr und engagiert sich für Klimaschutz

von Matilda Jordanova-Duda  26.01.2020

Gedenken

»Sie werden Zeugen der Zeitzeugen«

Aron Schuster über Besuche von Jugendlichen in Auschwitz und den »Marsch der Lebenden«

von Ayala Goldmann  26.01.2020

Berlin

»Die Bühne muss mobil sein«

Kulturmanager Peter Sauerbaum über Pläne für ein jüdisches Theaterschiff und Bildungsarbeit mit Schülern

von Christine Schmitt  25.01.2020

München

Judenfeindliche Demo abgesagt

Rechtspopulistische »Pegida« wollte direkt vor Synagoge und zu Schabbatbeginn gegen Beschneidung demonstrieren

 24.01.2020

München

Gefährdung, Präsenz, Porträt

Meldungen aus der IKG

 23.01.2020

Dokumentation

Eine rote Linie überschritten

Die Jüdischen Filmtage am Jakobsplatz eröffneten mit »The Invisible Line« von Emanuel Rotstein

von Helmut Reister  23.01.2020

Auschwitz

Retter und Gerettete

Ruth Melcer erlebte die Befreiung des KZs vor 75 Jahren. David Dushman steuerte einen der Panzer der Roten Armee – beide sind heute Mitglied der IKG

von Helmut Reister  23.01.2020

Landsberg

Leben in der Betonröhre

Ein Schoa-Überlebender besucht den Ort, an dem er einst Zwangsarbeit leistete

von Thomas Muggenthaler  23.01.2020