Fünf Minuten mit

Yehuda Pushkin

Herr Rabbiner Pushkin, Sie sind seit vier Jahren Wanderrabbiner. Welche sind ihre Hauptaufgaben?
In meinen Zuständigkeitsbereich fallen alle Aufgaben, die mit dem Rabbinat zu tun haben. Dazu gehören Unterricht, Beratung in halachischen Fragen, Beerdigungen, Hochzeiten, Gottesdienste leiten, Jugendarbeit und die Kaschrutaufsicht.

Welche Gemeinden betreuen Sie?
Ich betreue mehrere Gemeinden, die individuelle Bedürfnisse haben. Am häufigsten bin ich in den Gemeinden in Lübeck, Flensburg und Kiel aktiv, wo ich unter anderem unterrichte. Zudem stelle ich mit einem Kollegen die Kaschrutaufsicht für ein jüdisches Seniorenheim in Hannover sicher und walte als Rabbinatskonsultant für die sefardisch-bucharische Gemeinde Hannover. Alle zwei Wochen bin ich in Rostock und unterrichte dort.

Was machen sie dabei für Erfahrungen?
Es gibt sowohl fröhliche als auch traurige Ereignisse. Beerdigungen sind Teil meines Berufslebens. Dann gibt es aber auch fröhlichere Erlebnisse wie Jugendarbeit oder Aktivitäten für Familien.

Ist so ein Nomadenleben auf die Dauer nicht anstrengend?
Vielleicht bin ich manchmal ein bisschen müde vom vielen Herumreisen. Ich habe einen Zweiwochenplan, dem ich folge. Dieser macht die ganze Sache leichter und geordneter.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Beruf?
Ich mag den Kontakt zu Menschen. Ich versuche ihnen die Schönheit des Judentums und der Religion zu vermitteln. Es ist mir eine große Ehre, mich mit diesen Sachen zu beschäftigen. Bei meiner Arbeit bin ich mir sicher: Wenn wir Wanderrabbiner sie nicht machen würden, würde sie niemand machen.

1700 Jahre jüdisches Leben

Gute Fragen an den Zentralrat

Auf der Plattform gutefrage.net beantwortet der Dachverband heute Fragen zum Judentum

 08.12.2021

Kunst

Kunst liegt in der Familie

Tochter, Mutter, Großmutter – eine Ausstellung in Frankfurt

von Eugen El  08.12.2021

Bombenfund

Jüdisches Krankenhaus in Berlin wird evakuiert

Am Sonntag wird eine 250 Kilo schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände entschärft

 08.12.2021 Aktualisiert

»#systemrelevant«

Mittendrin in der Gesellschaft

Die Miniserie der Regisseurin Yael Reuveny zeigt den Alltag von Juden in Deutschland

von Ralf Balke  07.12.2021

Deutschland

»Ein großer Erfolg«

Der Präsident des Zentralrats zieht eine positive Bilanz des Jubiläumsjahrs zu 1.700 Jahren jüdischem Leben

 07.12.2021 Aktualisiert

München

Jahrestag, Literatur, Restitution

Meldungen aus der IKG

 06.12.2021

Ausstellung

Berliner erzählen von ihrem »jüdischen Berlin«

Im Frühjahr hatte sich das Centrum Judaicum mit der Frage »Was ist Ihr jüdisches Berlin?« an alle Berliner gewandt

 06.12.2021

Nordrhein-Westfalen

Veranstalter ziehen positive Bilanz des Jubiläumsjahrs »1.700 Jahre jüdisches Leben«

Generalsekretärin des Vereins: »Das große Interesse hat uns überwältigt«

 06.12.2021

Corona

Doppelt schutzbedürftig

Kinder mit Einschränkungen leiden während der Pandemie besonders stark – so wie Daniel aus Villingen

von Christine Schmitt  05.12.2021