Berlin

Warnstreik an Schulen der Jüdischen Gemeinde

Foto: dpa

Die Lehrer an den Schulen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin sollen am Donnerstag in einen ganztägigen Warnstreik treten. Dazu aufgerufen hat die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW), nachdem alle Aufforderungen an den Vorsitzenden der Gemeinde zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bisher unbeantwortet geblieben sind, wie der Sprecher des GEW-Landesverbandes Berlin, Markus Hanisch, am Dienstag sagte.

Seit Jahren forderten die Lehrkräfte an den jüdischen Schulen Berlins, dass die Jüdische Gemeinde mit der Gewerkschaft einen Tarifvertrag abschließe. Bisher gebe es an den Schulen keine verlässlichen Regelungen der Arbeits- und Einkommensbedingungen und keine demokratische Beteiligung der Beschäftigten, so Hanisch.

Tarifverhandlung Die letzte Aufforderung zu Tarifverhandlungen sei am 3. Mai an den Gemeindevorstand gegangen, sagte der GEW-Sprecher. Den ersten Versuch zu Verhandlungen startete die Gewerkschaft laut Hanisch bereits 2015. Dieser sei damals mit dem Hinweis auf gemeindeeigene Regelungen zurückgewiesen worden.

Die GEW fordert nach eigenen Angaben eine Bezahlung auf dem Niveau, das auch für die Tarifbeschäftigten des Landes Berlin gilt. Dabei sei die Gewerkschaft bereit, Besonderheiten der Jüdischen Gemeinde zu beachten, heißt es. Der Warnstreik betrifft das Moses-Mendelssohn-Gymnasium in Mitte und die Heinz-Galinski-Grundschule in Charlottenburg. epd

Brief

Wie erinnert ihr euch heute?

Unsere Autorin schreibt über ihren Großvater – er hat Auschwitz und einen »Todesmarsch« überlebt

von Eva Lezzi  26.01.2020

Porträt der Woche

Die Umweltrebellin

Maayan Bennett absolvierte ein Freiwilligenjahr und engagiert sich für Klimaschutz

von Matilda Jordanova-Duda  26.01.2020

Gedenken

»Sie werden Zeugen der Zeitzeugen«

Aron Schuster über Besuche von Jugendlichen in Auschwitz und den »Marsch der Lebenden«

von Ayala Goldmann  26.01.2020

Berlin

»Die Bühne muss mobil sein«

Kulturmanager Peter Sauerbaum über Pläne für ein jüdisches Theaterschiff und Bildungsarbeit mit Schülern

von Christine Schmitt  25.01.2020

München

Judenfeindliche Demo abgesagt

Rechtspopulistische »Pegida« wollte direkt vor Synagoge und zu Schabbatbeginn gegen Beschneidung demonstrieren

 24.01.2020

München

Gefährdung, Präsenz, Porträt

Meldungen aus der IKG

 23.01.2020

Dokumentation

Eine rote Linie überschritten

Die Jüdischen Filmtage am Jakobsplatz eröffneten mit »The Invisible Line« von Emanuel Rotstein

von Helmut Reister  23.01.2020

Auschwitz

Retter und Gerettete

Ruth Melcer erlebte die Befreiung des KZs vor 75 Jahren. David Dushman steuerte einen der Panzer der Roten Armee – beide sind heute Mitglied der IKG

von Helmut Reister  23.01.2020

Landsberg

Leben in der Betonröhre

Ein Schoa-Überlebender besucht den Ort, an dem er einst Zwangsarbeit leistete

von Thomas Muggenthaler  23.01.2020